Die zwölfte Sektion

Die zwölfte Sektion

18 August 2023 Justus Wittich 1056 mal gesehen

Die anthroposophische Sozialtherapie, Heilpädagogik, Begleitung von Menschen mit Assistenzbedarf und inklusive Sozialgestaltung vertritt seit 1979 der Anthroposophic Council for Inclusive Social Development (bis 2018 Konferenz für Heilpädagogik und Sozialtherapie), angeschlossen an die Medizinische Sektion.


Der Council arbeitet eng zusammen mit dem weltweiten Netzwerk der anthroposophischen Organisationen, Kollegen und Kolleginnen in diesem Feld. Zum einhundertsten Bestehen der anthroposophischen Heilpädagogik und Sozialtherapie haben Goetheanum-Leitung und Verantwortliche dieses Arbeitsfeldes im Herbst 2022 vereinbart, zum Jahr 2024 auf die Gründung einer eigenen (zwölften) Sektion hinzuarbeiten. Die Entscheidung dazu wurde auf der Sommerklausur der Goetheanum-Leitung getroffen. Das nun zwölfte eigenständige Lebensgebiet anthroposophischer Arbeit trägt den Namen ‹Sektion für Heilpädagogik und inklusive soziale Entwicklung› beziehungsweise auf englisch: ‹Section for Inclusive Social Development›.
Mit diesem Namen knüpfen die Verantwortlichen an das in Mitteleuropa etablierte Berufsbild der ‹Heilpädagogik› an und nehmen die interdisziplinäre Breite des Aufgabenfeldes in den Blick. In ihm sind pädagogische, soziale, therapeutische, künstlerische und weitere Berufsgruppen vereint, die sich für Teilhabe und inklusive Sozialräume engagieren. Was die Namensgebung anspruchsvoll macht, ist, dass die Arbeitsfelder international unterschiedlich verstanden und bezeichnet werden. Das gegenwärtige Leitungsteam des Anthroposophic Council for Inclusive Social Development, bestehend aus Jan Göschel, Bart Vanmechelen und Sonja Zausch, verantwortet weiterhin als leitendes Sektionskollegium die Arbeit des Fachbereichs. Als zukünftiger Sektionsleiter und Mitarbeiter in der Goetheanum-Leitung wurde Jan Göschel berufen. Die eigentliche Sektionsgründung soll im Rahmen der internationalen Tagung im Oktober 2024 gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt vollzogen werden.

Diese Nachricht erschien auch in der Wochenschrift ‹Das Goetheanum›.


Foto Gary J Stearman von unsplash