«Permanenter Befreiungsprozess»

«Permanenter Befreiungsprozess»

24 Juni 2022 Barbara Schnetzler 1434 mal gesehen

Die Ausstellung ‹Das offenbare Geheimnis der Farbe› am Goetheanum gibt bis 20. Juli 2022 einen Einblick in das vielseitige Schaffen des Malers Hans Hermann. Sein Werk spannt einen Bogen von naiver Malerei über das Erfassen des Sinnlich-Übersinnlichen in abstrakten Bildern bis hin zur Befreiung der Farbe.


«Das malerische Werk von Hans Hermann zeigt die konsequente Suche eines Malers, der ohne Scheu vor Verlusten seinen Weg geht und die Kunst als permanenten Befreiungsprozess lebt», sagt Kuratorin Barbara Schnetzler. In seinen Bildern und seinem schriftlichen Werk spiegelt sich diese lebenslange Suche nach dem Geistigen, nach dem Verzauberten in der Natur und dem Einfluss kosmischer Kräfte aufs Leben. Dabei war der Künstler stets offen für neue Herangehensweisen, wie er die in der Welt wirksamen Kräfte künstlerisch zum Ausdruck bringen kann. So suchte er beispielsweise auch, mit der Videokunst eine Umsetzungsweise seiner Ideen zu finden.

Hans Hermann wurde in Pratteln, Schweiz, geboren, wuchs dort auf und entwickelte schon im Jugendalter ein großes Interesse an der Kunst und an dem, was sich hinter den Dingen verbirgt. Als er 1953 die Anthroposophie kennenlernte, begann ein neues künstlerisches Schaffen. Er eignete sich verschiedene Maltechniken an und erforschte und übte sich in sozialen Prozessen.

Sein vielfältiges Engagement für das künstlerische Leben übte er als Lehrer an der Malschule am Goetheanum aus. Er gab vielerorts Malkurse und leitete von 1972 bis 1986 die Sektion für Bildende Künste am Goetheanum.

Mit dieser Ausstellung wird sein Werk ein erstes Mal als Retrospektive in dieser umfassenden Weise in der Kunstgalerie am Goetheanum gezeigt.


Ausstellung Das offenbare Geheimnis der Farbe, bis 20. Juli 2022, Goetheanum

Bildband
Hans Hermann. Werk und Leben, herausgegeben von Nicola Schneider Hermann, SchneiderEditionen, 2022

Web ‹Das Geheimnis der Farbe› mit Werken von Hans Hermann; ‹Hans Hermann. Werk und Leben› (Seite 8 im PDF-Prospekt)