Einblicke in die weltweite biodynamische Bewegung

Einblicke in die weltweite biodynamische Bewegung

25 Juni 2024 Anna Storchenegger 243 mal gesehen

Die Marke ‹Demeter› kennen viele, weniger wissen, wofür sie steht. Welche Prinzipien ihr zugrunde liegen und wie sie weltweit praktiziert wird, veranschaulicht das neue Magazin ‹Living Farms› der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum.


Nährstoffreiche Böden, gesunde Lebensmittel, Biodiversität, Artenvielfalt, Tierwohl und soziale Wertschöpfungsketten: Dadurch zeichnet sich die biodynamische Landwirtschaft aus. Doch wie kommt es dazu? Die Biodynamik ist darauf bedacht, im Einklang von Kosmos, Natur und Mensch zu arbeiten und in ihren Zusammenhängen und Wechselwirkungen zu betrachten. Natur- und Geisteswissenschaften geben sich die Hand. So führte Rudolf Steiner 1924, als ihn in Not geratene Bauern um Rat baten, den Begriff der Individualität ins Feld der Agronomie ein. Ein Novum! Die ‹landwirtschaftliche Individualität› bildete sich heraus, womit ein neues Verständnis der Landwirtschaft einherging.

Was dieses Verständnis und die damit verbundenen Begrifflichkeiten konkret bedeuten, schildern verschiedene Artikel der ersten Ausgabe des Magazins ‹Living Farms›. In den vergangenen 100 Jahren hat sich die biodynamische Landwirtschaft weltweit verbreitet. Einblicke in sechs Länder zeigen, wie sich dort die Lebensumstände dank der Biodynamik verbessert haben. Jean-Michel Florin, Ko-Leiter der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum, sagt im Interview über die aktuellen Ausbildungskurse in der Ukraine: «Die biodynamische Landwirtschaft kann bewirken, dass trotz Krisen und Hindernissen immer wieder Zukunftsperspektiven gefunden werden.»

Mittlerweile gibt es weltweit schätzungsweise 30 000 biodynamische Höfe. Forschungsinstitute, Ausbildungen, Verarbeitungs- und Vermarktungsunternehmen und vieles mehr sind entstanden. Dies zeugt von einem Kulturimpuls im Bereich der Landwirtschaft, dem das neue Magazin zu mehr Sichtbarkeit verhilft.


Mehr Magazin ‹Living Farms› (Deutsch und Englisch) erscheint Anfang Juni und Dezember, als Printausgabe und online

Titelbild Magazin ‹Living Farms› der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum (Foto: Anna Storchenegger)