Forschungsfonds

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Forschungsfonds am Goetheanum

Forschung durch die Freie Hochschule

Die Forschung der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft wird durch ihre zwölf Fachsektionen am Goetheanum und darüber hinaus in kleineren und grösseren Forschungsinstituten, durch einige Lehrstühlen an Universitäten sowie in den Praxisfeldern geleistet. Einige Sektionen haben Kooperationen mit Universitäten, Forschungsinstituten, Krankenhäusern, Schulen, Heil- und sozialpädagogischen Einrichtungen, Höfen und Betrieben. Dadurch können Forschungsfragen unmittelbar in die Praxis der Arbeitsfelder einfliessen und die Ergebnisse wieder an Fachkonferenzen der weltweit vernetzten Sektionenvorgestellt und weiterentwickelt werden. Einen Schwerpunkt des Forschungsansatzes der Freien Hochschule bilden multiperspektivische und transdisziplinäre Fragestellungen, die erweiterte methodische Zugänge erfordern. Aufbauend auf der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners wurden diese Ansätze in den Sektionen innerhalb der letzten 100 Jahre weiterentwickelt. Zu diesen Zugängen gehören Beteiligungsforschung, kontemplativ meditative Forschungsansätze, Praxisforschung, phänomenologische Methoden und künstlerische Verfahrensweisen.

Einen Einblick in aktuelle Forschungsvorhaben finden Sie neben den in Periodika publizierten Berichten auch auf den Forschungs- und Projektseiten der Sektionen (siehe auch weiter unten). Auf den jeweiligen Websites der verschiedenen Abteilungen können Sie mehr über deren Forschung erfahren.

Forschungsfonds

 Die reine Existenz des Goetheanums zeugt vom Engagement ganzer Generationen von Menschen, die durch ehrenamtliche Arbeit, Spenden und Zusammenarbeit großzügig und engagiert ihren Beitrag geleistet haben. Sie alle wurden von dem gemeinsamen Bestreben inspiriert, das Wissen zu erweitern und aus dem Geistigen heraus Neuerungen in den praktischen Lebensbereichen hervorzubringen. Die Freie Schule ist durch große wie auch bescheidene Spenden entstanden. Diese Geschichte setzt sich bis heute fort – und wir sind zutiefst dankbar, sie gemeinsam mit Ihnen weiterzuführen.

Der Spendenkreis für den Forschungsfonds

Die Freie Schule am Goetheanum umfasst spezialisierte Abteilungen für Forschung und Ausbildung. Sie alle teilen kontemplative Forschungsmethoden und einen gemeinsamen paradigmatischen Ausgangspunkt. Diese Methoden zielen nicht darauf ab, konventionelle wissenschaftliche Techniken zu ersetzen, sondern sie zu ergänzen. Die Forschung an der Schule beschränkt sich nicht auf kontemplatives Erforschen, sondern verfolgt einen Ansatz der gemischten Methoden, ausgehend von der Annahme, dass verschiedene Methoden, wenn sie mit Unterscheidungsvermögen angewendet werden, unterschiedliche Aspekte der Wirklichkeit offenbaren.

Die Schule hat es sich nicht zur Aufgabe gemacht, konventionelle wissenschaftliche oder künstlerische Ausbildungen oder Abschlüsse zu vermitteln, sondern Schnittstellen zwischen konventionellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Fortschritten sowie kontemplativen Methoden zu erforschen. Um dieses Ziel zu verfolgen, sind unabhängige Finanzierungsquellen unerlässlich. Einzelpersonen, Interessengruppen, Stiftungen, Landes- und Kulturvereine aus aller Welt sowie Berufsverbände senden regelmäßig Mittel an das Goetheanum, um Forschung, Veröffentlichungen, Kulturprojekte und Lehre zu fördern.

Im Jahr 2025 wurde der Forschungsfonds ins Leben gerufen, der sich aus Personen zusammensetzt, die ein besonderes Interesse daran haben, die Forschung innerhalb der Schule zu unterstützen. Im Jahr 2026 erhielt jede der 12 Abteilungen 22.000 CHF dank der Großzügigkeit von Einzelpersonen aus aller Welt, die sich an der Aktion beteiligt hatten.

Häufig gestellte Fragen

F: Wie kann ich Förderer werden?
A: Für eine Beratung zum Beitritt zum Förderkreis wenden Sie sich bitte an Oliver Conradt: oliver.conradt@goetheanum.ch

F: Kann ich meine Spende steuerlich absetzen?
A: Dies hängt von den Ländern ab, in denen Sie steuerpflichtig sind, sowie von den jeweiligen Vorschriften.

F: Kann ich jährlich spenden oder muss ich mich für eine fortlaufende monatliche Spende anmelden, um dem Kreis beizutreten?
A: Der Rhythmus der Spendenzahlung wird vom Spender festgelegt.

F: Ist es möglich, ein bestimmtes Projekt zu unterstützen?
A: Ja, Sie können eine Spende zweckgebunden für ein bestimmtes Projekt bereitstellen.

F: Wie werden die Mittel verteilt?
A: Die Gesamtmittel werden zu gleichen Teilen auf die Fachbereiche aufgeteilt.

F: Ist der Fonds ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt?
A: Ja.

F: Wie kann ich mehr über die vom Fonds unterstützten Projekte erfahren?
A: Den für das Jahr 2026 erstellten Bericht können Sie hier einsehen.

Forschungsprojekte

Hier finden Sie ausgewählter Forschungsprojekte aus den zwölf Sektionen, die von den Förderern des Forschungsfonds am Goetheanum mit regelmässigen monatlichen Beiträgen bis Ende des Jahres 2025 unterstützt wurden, sodass im Jahr 2026 mit der Umsetzung begonnen werden konnte.

 

Gesichtspunkte und Perspektiven zur Demenz

Medizinische Sektion

Die Vielschichtigkeit des Altwerdens und die damit verbundenen Aufgaben für Prävention, Pflege und Therapie werden für eine Buchpublikation erarbeitet.
Unsere bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass zwischenmenschliche Beziehung die zentrale Ressource aller Altersbetreuung ist. In diesem Bereich können anthroposophische Therapien, Pflege, Angehörige und die kommunalen Gemeinschaften einen substanziellen Beitrag leisten.

Das Ziel des Buchprojektes ist es, für die medizinische, pflegerische und therapeutische Arbeit mit älteren Menschen Verständnis, menschenkundliche Einordnungen und praktische Empfehlungen zu geben. 

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Ein angemessener Anthropozentrismus – Beiträge der Anthroposophie zur nachhaltigen Entwicklung

Sektion für Sozialwissenschaften

Die Anthroposophie beschäftigt sich seit über 100 Jahren mit der sozio-ökologischen Frage und der Erde als Trägerin der Schicksalssubstanz. Zugleich trägt der Mensch die Verantwortung für den Werdegang der Erde. Die Frage, wie Mensch und Erde gemeinsam entwickeln können, ist eng mit der Frage nach einer "nachhaltigen Entwicklung" verbunden. Dadurch entsteht das Bild eines Menschen, der als Entwicklungspotenzial und Mitgestalter der Erde erscheint.

Ziel dieses Forschungsprojekts ist es, eine Brücke zwischen dem anthroposophischen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und dem öffentlichen Diskurs zu schlagen. 

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Der künstlerische Prozess – seine Bedeutung für den Menschen und das soziale Leben

Sektion für Bildende Künste & Sektion für Redende und Musizierende Künste

Das Forschungsprojekt hat sich zur Aufgabe gesetzt, sowohl inhaltlich die Bedeutung und Wirkung von künstlerischen Prozessen als auch den praktisch künstlerischen Weltzugang als einen dem wissenschaftlichen ebenbürtigen herauszuarbeiten.

Aufgabe des Forschungsprojektes ist es, eine Sichtung und Verarbeitung der Aussagen Rudolf Steiners zur Menschenkunde der Kunst erkenntnistheoretisch zu rekonstruieren sowie praktische Übungen aus den unterschiedlichen Fachdisziplinen zu entwickeln, die das Schöpferische im Menschen anregen und die Lebenskräfte fördern.

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Prototypen eines nachhaltigen Entwicklungsweges – «Participatory Action Research» zur Pionierphase eines inklusiven Gemeinschaftsprojekts

Sektion für Heilpädagogik und inklusive soziale Entwicklung

Die inklusive Gemeinschaftsinitiative Ámbar Comunidad in Villa de las Rosas (Traslasierra, Córdoba, Argentinien) entstand aus Fragen einer Gruppe Jugendlicher und junger Erwachsener mit Assistenzbedarf, die an der örtlichen Waldorfschule gelingende Inklusion erlebt hatten und nach dem Leben nach der Schulzeit fragten: Welche Rolle finden sie als Erwachsene, was können sie beitragen, und was brauchen sie für ein gelingendes Leben?

Neben dem Aufbau von Ámbar Comunidad selbst soll das in einer dreijährigen Pionierphase gewonnene Wissen reflektiert, kommuniziert und anderen Initiativen im Feld zugänglich gemacht werden. 

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Welches Verhältnis besteht zwischen den inversen Spektren aus Goethes Farbenlehre zur Dualität der projektiven Geometrie?

Mathematisch-Astronomische Sektion

Auf welcher Grundlage untersuchen wir das Verhältnis der inversen Spektren zur Dualität der projektiven Geometrie? In den vergangenen Jahren haben wir in der Mathematisch-Astronomischen Sektion eine mathematisch algebraische Sprache entwickelt, mit welcher die Anschauungen der synthetischen projektiven Geometrie und das Konzept von Raum und Gegenraum analytisch beschrieben werden können.

Mit der genannten mathematisch algebraischen Sprache soll nun untersucht werden, ob die phänomenologisch bekannte Komplementarität der inversen Spektren in der Optik sich auch in der mathematisch naturwissenschaftlichen Beschreibung im Sinne der projektiven Dualität wiederfinden lässt.

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Aufarbeitung und Gesamtdarstellung der Sinneswissenschaft Rudolf Steiners

Sektion für Schöne Wissenschaften

Seit 2018 wird im Rahmen der Sektion für Schöne Wissenschaften in Form von Tagungen und Kolloquien die Sinneswissenschaft Rudolf Steiners durch einen interdisziplinären Kreis aus Philosophen, Pädagogen, Medienwissenschaftlern, Ärzten und Künstlern bearbeitet. 

Besondere Brisanz erhält die Sinneswissenschaft Rudolf Steiners durch die zunehmende Technisierung und Digitalisierung der menschlichen Lebenswelt. Beide haben zu einem dramatischen Sinnes(wahrnehmungs)verlust geführt.

Die Sinneswissenschaft Rudolf Steiners bietet für den Umgang mit diesen zentralen Gegenwartsfragen ein unabdingbares Fundament.
Ziel des Projektes ist es, bis Ende 2028 eine Publikation «Rudolf Steiner als Sinnesforscher. Sein Entwurf einer neuen Sinneslehre» vorzubereiten, in dem die bisherigen Ergebnisse zusammengefasst werden.

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Waldorfpädagogik und Resilienz

Pädagogische Sektion

Das Forschungsprojekt untersucht den Zusammenhang zwischen Waldorfpädagogik und der Entwicklung von Resilienz bei Schülerinnen und Schülern. Dabei wird erforscht, wie die ser pädagogische Ansatz gesundheitsfördernde Kompetenzen stärkt und junge Menschen dabei unterstützt, Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen. 

Im Jahr 2025 wurde zunächst eine Pilotstudie mit internationalen Waldorflehrpersonen durchgeführt, anschliessend eine zweite Pilotstudie mit 76 Alumni. Die ersten Ergebnisse betonen die Bedeutung unterstützender Beziehungen und positiver Schulerfahrungen
für die Resilienz.

In den kommenden Monaten wird die Datenerhebung mit den aktuellen Schülerinnen und Schülern beginnen. Schülerin nen und Schüler aus aller Welt sowie Lehrpersonen und Familien werden eingeladen, daran teilzunehmen.

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The New Pegasus Project

Jugendsektion

In den letzten Jahren hat sich ein breiter Konsens über den Zusammenhang zwischen der psychischen Gesundheitskrise bei Jugendlichen und Technologie herausgebildet. Die von Bildschirmen geprägte Welt junger Erwachsener muss verstanden und verändert werden, um dem Leid entgegenzuwirken. Eine pauschale Ablehnung der Rolle von Bildschirmen ist jedoch unproduktiv und unrealistisch.


Wir fragten: Welche Instrumente lassen sich entwickeln, die auf die kleinsten Bewegungen des Künstlers/Nutzers reagieren und eine Echtzeit-Steuerung von Farbe, Bewegung, Form und Helligkeit auf einem Bildschirm ermöglichen? Die "leichten Pferde" des New Pegasus Projekt ermöglichen Bilder, die von feinen Handbewegungen, Gleichgewichtsverlagerungen, der Sensibilität für Farben, Formen und Bewegungen sowie den Fähigkeiten zu deren Gestaltung abhängen.

Wir werten derzeit die Umfragen aus und erstellen eine Publikation, um das "New Pegasus Project" in den aktuellen Diskurs über Bildschirmzeit, Medien und Kunst einzuordnen und ein erweitertes Verständnis des Menschen zu vermitteln.

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Grundlagenforschung zu den Qualitäten des Metallfarblichts

Naturwissenschaftliche Sektion

Im grossen Saal des Goetheanums kann man an sich selbst beobachten, wie tief die Wirkung eines farbigen Fensters gehen kann.

Zu dieser Frage werden seit zwei Jahren auf dem Dach des Glashauses beim Goetheanum Pflanzversuche unter den in der Metallfarblichtherapie verwendeten Gläsern durchgeführt. Die Idee dahinter ist, dass die Pflanze als ätherischer Organismus die Wirkungen der Farbgläser in ihrem Wachstum, in ihrer Morphologie ausdrücken muss. Beschreiben wir diese in einer goetheanistischen Betrachtung, so beschreiben wir zugleich eine ätherische Wirkebene der Farbgläser.

Unsere Ergebnisse zeigen bislang, dass die Pflanzen etwa unter einem durch Zugabe von
Kupfer gefärbten blauen Glas anders wachsen, als unter einer visuell gleichfarbigen blauen Polymerfolie.

Wir ergänzen diese Beobachtungen mit weiteren Methoden, wie z.B. Blattreihen und Fluoreszenz Anregungsspektren der Pflanzen in Kooperation mit dem Forschungsinstitut Kwalis.

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Intention, Komposition, Mantren, Studien zu den Grundlagen der 19 Klassenstunden im Zusammenhang mit der gesamten Anthroposophie

Allgemeine Anthroposophische Sektion

Vier grosse Themenkomplexe sind Teil der laufenden Arbeiten in diesem Bereich: 1. Das nähere Verständnis der Intentionen Rudolf Steiners bei der Einrichtung der Ersten Klasse. 2. Stil, Form, Komposition und mantrischer Gehalt der von ihm selbst gehaltenen Stunden. 3. Ita Wegmans Weiterarbeit
mit den Klassenstunden nach Rudolf Steiners Tod. 4. Die Beziehung der Klassenstunden zur allgemeinen Anthroposophie, zu den Karma Vorträgen und «Leitsätzen» (GA 28).

2025 konnte der erste Band einer neuen, von der Sektion herausgegebenen Hochschul Buchreihe zu den Klassenstunden mit ausgewählten Artikeln aus den Rundbriefen seit 2021 publiziert werden: Constanza Kaliks, Peter Selg (Hg.): «Die 19 Klassenstunden. Studien zu Intention, Kompostition, Mantren.» Verlag am Goetheanum, Basel 2025. Im Frühjahr 2026 erschien bereits der vierte Band dieser Reihe – eine Studie über die Art und Weise, wie Rudolf Steiner die Stunden hielt, eine Studie zu den mantrischen Vorstufen sowie weitere Arbeiten zu Grundfragen im gegenwärtigen Umgang mit dem Gut der Klassenstunden.

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Projekt Perception [Wahrnehmung]: Weiterentwicklung der Beobachtungsfähigkeiten in der Landwirtschaft

Sektion für Landwirtschaft

Forschungsfrage: Wie können Landwirte ihre Beobachtungsfähigkeiten in Bezug auf den Zustand ihrer Betriebe, des Bodens, der Pflanzen und der Tiere weiterentwickeln?
Die biodynamische Landwirtschaft basiert auf einer tiefgreifenden und respektvollen
Haltung gegenüber der Natur und der Würde aller Lebewesen. Um
die verschiedenen Eigenschaften der physischen, vitalen und feinstofflichen Ebenen zu verstehen und darauf einzugehen, ist es unerlässlich, über den herkömmlichen Ansatz hinaus zu beobachten. Landwirte sollten ihre Betriebe genau beobachten, um deren volles Potenzial auszuschöpfen.

Heute ist es zudem wichtig zu zeigen, dass die biodynamische Landwirtschaft nicht auf festgelegten Formeln beruht, sondern äußerst kreativ und flexibel sein kann und ein klares Verständnis der aktuellen Situation vermittelt.

Derzeit erarbeiten wir ein praktisches Handbuch für Landwirte, das diesen Winter erscheinen und fortlaufend aktualisiert werden soll. Es wird durch Videos und ergänzendes Material ergänzt. Die Erkenntnisse und das Handbuch werden zur Entwicklung von Schulungsprogrammen und Workshops genutzt.

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Neu-Inszenierung der Mysteriendramen von Rudolf Steiner

Goetheanum-Bühne

Die Mysteriendramen Rudolf Steiner bildeten den Anlass, das Goetheanum als «Haus des Wortes» zu bauen. Seine Baugestalt selbst fordert einen unmittelbaren Einbezug des Publikums durch die Gestalt des sich zur Bühne in alle Richtungen öffnenden Zuschauerraumes und dem Gegenüber der Bühne als grossen Kubus.

Um ein neues Konzept im Zusammenspiel von Schauspiel, Eurythmie, Bühnenbild, Kostümen und Musik verwirklichen zu können, werden Entwicklungs und Probezeit benötigt. Das ist Forschungsarbeit. Ab Weihnachten 2027 soll je ein Drama jährlich einstudiert und aufgeführt werden, so dass zu Weihnachten 2030 alle vier Dramen gespielt werden können.

Die Neuinszenierung verlangt eine zeitgemässe und adäquate Umsetzung in ein überzeugendes Bühnengeschehen, dessen spiritueller Gehalt aus der Gegenwart gegriffen werden soll, so dass die Aufführungen möglichst viele Menschen berührt.

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