An drei Orten
Die Anthroposophische Gesellschaft in Frankreich lud erstmals die Mitglieder zu einem Treffen zeitgleich an drei Orten ein. Ergebnis: drei Mal so viele Teilnehmende.
Um den Mitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft in Frankreich eine direktere Begegnung zu ermöglichen, hat der Vorstand am 23. Februar 2019 alle Mitglieder zu einem Treffen eingeladen, das zeitgleich an drei verschiedenen Orten stattfand. Jahrzehntelang fanden die halbjährlichen Treffen von Zweig- und Gruppenverantwortlichen in Paris statt – mit durchschnittlich je 30 bis 50 Personen (von 1220 Mitgliedern). In diesem Jahr kamen insgesamt fast 150 Mitglieder nach Colmar, Avignon und Paris, um sich über das Thema ‹Welche Zukunft für die Anthroposophische Gesellschaft – und wie kann ich dazu beitragen?› auszutauschen.
Allein die reichen Momente des Austauschens in Plenum und Arbeitsgruppen, das Begegnen in den Pausen, die Gelegenheit, neue Menschen kennenzulernen, lassen uns wünschen, dass diese Initiative wiederholt wird.
In diesem Zusammenhang gab es noch eine weitere Premiere: Die Technik ließ uns gleichzeitig am Geschehen an den drei Standorten teilhaben. Wir nahmen mit dem nötigen Bewusstsein die finanzielle Situation, die der Schatzmeister Marc Brosius lebendig und kompetent präsentierte, und weitere Aspekte des anthroposophischen Lebens als nachvollziehbar und interessant, aber auch herausfordernd auf.
Wärme, Licht und Leben
Viele erlebten diesen Tag als von Wärme, Licht und Leben erfüllt. Freude und Begeisterung sind in den Herzen vieler Mitglieder entstanden. Dank der Beteiligung aller wurde an drei Orten ein Raum geschaffen, der für eine Lebensform steht, die dazu dient, das Wesen Anthroposophia aufzunehmen.
Solche Samen mögen der Anthroposophischen Gesellschaft eine Zukunft geben, die sich ihrem 100-jährigen Bestehen nähert und eine Metamorphose durchlaufen muss, damit sie ihren Impuls bestmöglich in die heutige Zeit einbringen kann.
Aus dem Französischen von Sebastian Jüngel.
Web: www.anthroposophie.fr