Berufstreffen
Von 24. bis 26. Mai gaben 79 Teilnehmende in der Steiner Academy Hereford (GB) der Anthroposophischen Medizin einen neuen Impuls.
Matthias Girke, Leiter der Medizinischen Sektion am Goetheanum, sprach in seinen Beiträgen über die Raphaelische Qualität der meditativen Arbeit des Therapeuten und ihren Zusammenhang mit dem Michaelischen Erkenntnisweg. Die innere Entwicklung führt zu einem therapeutischen Handeln aus freier Initiative.
Ergreifen des Vorhandenen
Ärzte und Therapeuten stehen in Großbritannien vor großen Herausforderungen: Vor 19 Jahren waren sieben anthroposophische Arztpraxen, die mit dem Nationalen Gesundheitsdienst verbunden sind, an einem gemeinsamen Forschungsprojekt beteiligt; 2019 gibt es nur noch drei von ihnen. Die Weleda in Großbritannien hat die Liste von einst 2000 anthroposophischen Arzneimitteln aufgrund der wenigen Verschreibungen und Verkäufe sowie des Genehmigungsdrucks auf rund 400 reduziert, von denen nur etwa 40 zugelassen und rezeptfrei erhältlich sind.
Im Gegensatz dazu standen Berichte über viele Ausbildungsinitiativen und -kurse, darunter die Ausbildung in Anthroposophischer Psychotherapie, ein aufkeimendes Mental-Health-Seminar, eine neue Ausbildung für schulmedizinische Fachkräfte, eine für Rhythmische Einreibung, eine neue interdisziplinäre AnthroHealth-Ausbildung, die Medizinische Sektion, die die Ausbildung in Anthroposophischer Medizin in Großbritannien unterstützt, um für Ärzte weltweit verfügbar zu sein, der neue Kurs einer Heileurythmie-Ausbildung, die Tobias School of Art and Therapy mit ihrer anerkannten Ausbildung in Transpersonal Arts.
Eine weitere Aufgabe der Tagung war es, einen neuen Koordinator für die medizinische Sektion in Großbritannien zu finden: Nach Vorbild der Internationalen Konferenz Anthroposophische Medizin wird nun eine Gruppe von Vertretern der verschiedenen Gesundheitsberufe gebildet, aus der heraus ein Koordinator bestimmt werden kann. Zudem werden zwei Ärzte regelmäßige Treffen der Anthroposophischen Ärztegesellschaft organisieren.
Aus dem Englischen von Sebastian Jüngel.
Nächste Konferenz 22. bis 24. Mai 2020
Web www.anthroposophicmedicine.org.uk