Berufungen für die Freie Hochschule
Die seit 2000 von allen Vorstandsmitgliedern zusammen geleitete Allgemeine Anthroposophische Sektion war im Januar 2018 in die Verantwortung von Bodo von Plato, Paul Mackay und Joan Sleigh übergeben worden. Nach den Beschlüssen der Generalversammlung 2018 erklärte sich Joan Sleigh für eine kommissarische Fortführung bereit, wofür wir ihr sehr danken.
Im Juni 2018 wurde eine Findungskommission (René Becker, Florian Osswald, Justus Wittich) beauftragt, die sich eine längere Erkundungszeit erbat. Sie führte in Bezug auf die weitreichenden Möglichkeiten und Aufgaben dieser Sektion zahlreiche Gespräche, erhielt viele Briefe und Ausarbeitungen und lud am 8. März 2019 Hochschulmitglieder öffentlich zu einem Beratungstag zu diesen Fragen ein. Bei der Juni-Klausur 2019 übergab sie ihre Empfehlungen der Goetheanum-Leitung. Dazu gehörte unter anderem der Vorschlag einer Dreierkonstellation, die Empfehlung, dass mindestens ein Mitglied der Leitung dem Vorstand angehören sollte und eine enge Zusammenarbeit mit den anderen Sektionen in der Goetheanum-Leitung notwendig wäre. Nach vielen vorherigen Erwägungen schlug die Kommission Constanza Kaliks, Claus-Peter Röh und Peter Selg für die Leitungsaufgabe der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion vor.
Dieser Vorschlag führte zu intensiven Gesprächen in der Goetheanum-Leitung und mit den Vorgeschlagenen, unter anderem auch in Bezug auf die Folgen einer solchen Berufung für andere Arbeitsgebiete und Sektionen. Eine erste Skizze dessen, was die drei zusammen als Leitung in Bezug auf die Sektion vorhaben, führte nun in der September-Klausur zur einmütigen Berufung.
Ihre Tätigkeit soll zu Ostern 2020 mit der Generalversammlung und der anschließenden Oster-Hochschultagung beginnen. Peter Selg wird weiterhin schwerpunktmäßig das Ita-Wegman-Institut führen und dessen anthroposophische Grundlagenforschung in die Sektionsarbeit einbringen. Claus-Peter Röh betreut in erster Linie die Arbeit der Ersten Klasse der Hochschule und wird schrittweise seine Tätigkeit für die Pädagogische Sektion verringern und übergeben, während Constanza Kaliks zunächst die Leitung der Jugendsektion mithilfe des vorhandenen, tüchtigen Teams mit der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion in enger Verbindung gestalten will.
Für die Sektion für Bildende Künste hat die Goetheanum-Leitung Empfehlungen einer Findungskommission aufgegriffen und der Sektion einstimmig ein auf drei Jahre befristetes Lösungsangebot unterbreitet, das von Marianne Schubert am Ende der Beratungen gerne angenommen wurde. Somit kann Marianne Schubert nach ihrer netzwerkbildenden und initiativen Arbeit seit 2014 wie vorgesehen zum Ende des Jahres in Pension gehen.
Christiane Haid hat sich bereit erklärt, in den kommenden drei Jahren zusätzlich zur Sektion für Schöne Wissenschaften auch die Leitung der Sektion für Bildende Künste zu übernehmen und dazu einen Leitungskreis aus den verschiedenen Fachsparten zu bilden.