Beweglich bleiben
Die Arbeit der anthroposophischen Heilpädagogen und Sozialtherapeuten stand im Zeichen der Beziehungsarbeit, auch bei coronabedingten Videoübertragungen.
‹Beweglich bleiben und Veränderungen zulassen› – vielleicht war dieses Motiv unser größter gemeinsamer Nenner in diesem Jahr, in der weltweiten Bewegung, in jedem unserer 50 Partnerländer, für über 1000 Einrichtungen und für jeden Menschen mit und ohne Assistenzbedarf.
Wir nutzten die Zeit, um uns neue Möglichkeiten zur Beziehungsarbeit zu suchen, und scheuten uns nicht, die Situation als Lernmoment zu nutzen. Das heißt: Jetzt mussten wir mit den Möglichkeiten der Digitalisierung eine Freundschaft schließen, die uns herausforderte, aber auch entlastete, und schlussendlich die Teilhabe und Teilgabe weltweit neu erscheinen lässt.
Unsere Kontakträume haben sich weiter geöffnet, mehr vergemeinschaftet, denn der reale Treffpunkt ist jetzt körperlos und somit ‹reise-los› geworden. Die Barrieren sind andere, und mit guter Unterstützung können sie überwunden werden.
Besonders ist hervorzuheben, dass wir weiter wachsen. Wir haben jedes Jahr neue Projekte von hochengagierten Eltern und Kolleg/inn/en, die in unserem Netzwerk einen Platz der Zugehörigkeit erleben.
Höhepunkt 2020 war unsere erste Herbsttagung mit Livestream aus dem Großen Saal des Goetheanum und Übersetzungen in acht Sprachen. Die Vorträge sind auch auf unserer Webseite abrufbar. Vor Ort fanden außerdem neben den reinen Präsenzangeboten auch hybride sowie komplett digitale Arbeitsgruppen statt – 800 Menschen haben wir uns gewünscht, 230 sind glücklicherweise gekommen und rund 350 waren in Online-Formaten beteiligt.