Drei Generationen ‹Faust›

Drei Generationen ‹Faust›

27 Januar 2020 Sebastian Jüngel 17 mal gesehen

Die Neuinszenierung von Goethes ‹Faust› ist ein Mehrgenerationenprojekt: Das Alter der Darstellenden liegt zwischen 16 und 75 Jahren.


Theater ist ein Ort, um zu werden und die Entwicklung voranzutreiben.» Dieser Ausspruch von Andrea Pfaehler, Regisseurin von Goethes ‹Faust 1 & 2› am Goetheanum, macht deutlich, worum es ihr bei der Neuinszenierung geht. Die Entwicklung entfaltet Andrea Pfaehler allein schon durch die Besetzung der Rollen durch das ganze Altersspektrum des Menschen hindurch: Gretchen und Valentin sind nah am Spielalter besetzt (sie werden zur Aufführung 17 Jahre alt sein), und Faust hat allein in Goethes Tragödie schon zwei Spielalter.

Das legt eine Differenzierung der Wesenszüge nahe. So repräsentieren in der Neuinszenierung verschiedene Darsteller und eine Darstellerin unterschiedliche Qualitäten des Mephisto, etwa das Alt-Verhaftete, das Triebhafte sowie, davon unterschieden, die weibliche Verführungskraft. Zudem werden der Mensch Faust und der metaphysische Mephistopheles im Prolog im Himmel eurythmisch und sonst schauspielerisch dargestellt.

Von Anfang an leitete Andrea Pfaehler die Idee, ‹Faust› auch zu einem ‹Mitmachprojekt› zu machen. Früh ließ sie Agnes Zehnter einen Sprechchor aufbauen, der aus professionellen und Laien-Sprecherinnen und -Sprechern aus dem lokalen Umkreis des Goetheanum besteht. Sie werden mit Andrea Pfaehler und Eduardo Torres, der für die Eurythmie verantwortlich zeichnet, sowie allen Mitwirkenden nun noch ein knappes halbes Jahr Zeit zum Einstudieren haben.


Premiere Goethes ‹Faust 1 & 2› in neun Stunden, 20./21. Juni 2020, Goetheanum-Bühne

Weitere Aufführungen
(im Rahmen von ‹Faust›-Wochenenden mit Vorträgen und Seminaren) 3. bis 5. Juli, 10. bis 12. Juli, 17. bis 19. Juli und 24. bis 26. Juli 2020

Angebot für Schüler/innen
17. bis 19. Juni 2020

Web
faust.jetzt