Ein weltweites Netz
‹Sektion› ist nicht nur in Dornach am Goetheanum, sondern überall, wo sich Menschen in Verbundenheit mit ihr den sozialen Fragen der Gegenwart widmen.
Gerade in Zeiten von Corona muss die Arbeit der Sektion für Sozialwissenschaften eine grenzüberschreitende und weltweite sein. So intensivierten wir 2020 die innere Arbeit – aber ganz bewusst auch unsere Verbindung mit der Welt.
Beispiel Brasilien: Geplant war eine Reise im Oktober 2020 mit vielen Veranstaltungen. Doch dann kam Corona, und die Reise wurde unmöglich. Wir hätten alles absagen müssen. Doch den Freunden in Brasilien war jedes einzelne Treffen wichtig. Viele Menschen warteten auf diese Vorträge, Gespräche, Begegnungen. Also organisierten sie die Veranstaltungen neu – nur diesmal via Internet. Im Sektionsbüro am Goetheanum richteten wir ein einfaches temporäres Studio ein – und ich ging auf Reisen. Neun Tage lang war mein Weg von der Wohnung ins Büro ein Weg von der Schweiz nach Brasilien. Er führte mich zusammen mit Politikern, Unternehmern, Aktivisten zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen, Professoren verschiedener Universitäten und Disziplinen, Mitarbeitenden von Monte Azul, der Sektion für Sozialwissenschaften, den anderen Sektionsleitenden, dem Vorstand und vielen anderen mehr. Neben intensiven Vorträgen konnten wir auch miteinander beraten, nächste Schritte vereinbaren.
Corona hat uns nicht nur eingeschränkt, sondern uns auch zu neuen Schritten veranlasst. Erstmals äußerte sich die Goetheanum-Leitung gemeinsam zu Fragen der Zeit, konnten Mitglieder in aller Welt die Generalversammlung live verfolgen, sind unsere Veranstaltungen weltweit abrufbar. In einer veränderten Welt muss das Goetheanum anders und stärker als bisher für die Menschen da sein.