Einsatz in Covid-19-Zeiten

Einsatz in Covid-19-Zeiten

27 April 2020 Sebastian Jüngel 30 mal gesehen

Auch anthroposophische Unternehmen und Kliniken sind im Einsatz für Covid-19-Patient/inn/en oder produzieren zusätzlich Desinfektionsmittel.


Das Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe ist eine der sieben Anlaufstellen in Berlin (DE) für Covid-19-Patient/inn/en. Über eine Telefonhotline findet eine Erstberatung statt; im Verdachtsfall steht die Corona-Ambulanz in einem gesonderten Gebäude zur Verfügung, wo gegebenenfalls auch behandelt wird. Bis 16. April wurden 6303 Beratungsgespräche am Telefon durchgeführt, 1602 Besucher/innen waren in der Corona-Ambulanz (von ihnen wurden 765 getestet); Beatmungsbetten wurden keine benötigt.

Die Klinik Arlesheim (CH) ist als größtes Privatspital in Baselland im kantonalen Corona-Krisenstab vertreten. In Absprache mit Kanton und Krisenstab plante die Klinik zwei Covid-19-Stationen mit jeweils bis zu 25 Betten. Diese sollten im Bedarfsfall genutzt werden, wenn die Kapazitäten des Covid-19-Referenzspitals Bruderholz erschöpft sind, was aufgrund der Entwicklung der Krise bis 17. April nicht der Fall war. Allein durch die Bereitstellung und durch das Verbot aller nicht dringlichen Behandlungen und Therapien sind für die Klinik Arlesheim «erhebliche finanzielle Einbußen» entstanden, sagt Verena Jäschke von der Kommunikation der Klinik, zumal Fachärzte für die Unterstützung des Referenzspitals bereitstanden und dafür ambulante Termine abgesagt wurden. Zudem stellte die Klinik dem Referenzspital Betten und Nachttische zur Verfügung.

Die Weleda in Frankreich produziert 600 Liter Desinfektionsmittel wöchentlich für eine regionale Gesundheitsbehörde in Zusammenhang mit Covid-19. Zudem stellte die Weleda 1000 Operationsmasken und mehrere hundert Kittel zur Verteilung an medizinische Zentren bereit.