Gesellschaft neu fassen und gestalten

Gesellschaft neu fassen und gestalten

20 September 2020 Constanza Kaliks 11 mal gesehen

Liebe Mitglieder, liebe FreundeNach einer Ferienpause beginnt nun an vielen Orten wieder – je nach Jahreszeit – das neue Schuljahr oder die zweite Hälfte des Schuljahres. Doch da, wo eigentlich mit Zuversicht auf Wiederbegegnung und Vorfreude auf das Kommende geblickt werden könnte, lebt viel Verunsicherung – und auch Angst.


Sie sind auch nicht einfach ‹wegzudenken›. Sie fordern uns vielmehr dazu auf, den gesellschaftlichen Auftrag gegenüber den Kindern und Jugendlichen neu zu fassen und zu gestalten, nämlich sie auf der Erde zu empfangen und ihnen eine aktive Teilnahme an der durch sie erneut werdenden Welt zu ermöglichen.

Möglichkeiten, zusammenzukommen

Diese Aufgabe, das Gesellschaftliche neu zu fassen und zu gestalten, ist nicht nur in der Schule, sie ist überall gestellt und fragt nach Möglichkeiten, zusammenzukommen. Das gilt nicht zuletzt auch für das Zusammenwirken in der Anthroposophischen Gesellschaft, den anthroposophischen Einrichtungen sowie in der weltweit vernetzten Arbeit der Lebens- und Berufsfelder.

Auch in dieser Beziehung war die Aufführung von Johann Wolfgang Goethes ‹Faust 1 & 2› am Goetheanum ein großes Erlebnis: Nach lange geschlossener Bühne konnte während des europäischen Sommers drei Mal im ganz oder nahezu ausverkauften Saal – innerhalb dessen, was behördlich zugelassen war – die Neuinszenierung von Andrea Pfaehler und Eduardo Torres gesehen werden. Die hervorragende künstlerische Leistung nahm das Publikum mit ausgesprochen großer Dankbarkeit und durchgehend positiver Resonanz entgegen.

Raum für vorliegende Impulse

Auch für die kommende Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft hoffen wir auf ein Zusammenkommen und Zusammenwirken. Unter sehr veränderten Bedingungen möchten wir sie als Raum für die Anliegen und Impulse, die jetzt gefragt sind, gestalten. Der Aufruf, «in Liebe sich wollend der Welt zu verbinden», ist in der gegenwärtigen Weltlage dringender denn je – und oft erschwert zu verwirklichen. Dafür ist das gegenseitige Vertrauen zu stärken, zu erneuern.

Und so laden wir Sie herzlich ein, am 31. Oktober entweder vor Ort oder virtuell an der Generalversammlung teilzunehmen, wo sich die Gesellschaft durch Sie, liebe Mitglieder, in gemeinsamer Hinwendung wahrnehmen und nächste Schritte gehen kann.