Grad des Abbilds
Eine informelle Umfrage macht sichtbar, wie die Anthroposophische Gesellschaft bezüglich Diversität in ihrem jeweiligen Land verankert ist.
2020 spielte in vielen Ländern das Thema Diversität (verschiedene Identitätsbezüge) eine große Rolle im gesellschaftlichen Diskurs. Unabhängig davon wurde im Zuge von Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen in Deutschland in öffentlichen Medien eine Assoziationskette entlang von Haltungen von Teilnehmenden hergestellt: Rechte, Verschwörungstheoretiker, Impfgegner, Esoteriker und Anthroposophen. Zudem haben im Jahr 2020 vermehrt anthroposophische Arbeitsfelder eigene Erklärungen zum Rasissmus veröffentlicht beziehungsweise aktualisiert.
Diese Entwicklungen waren Anlass für eine Umfrage von ‹Anthroposophie weltweit› bei Landesrepräsentant/inn/en und weiteren Vertreter/inne/n der Anthroposophischen Gesellschaft weltweit. Dabei ging es darum, zusammenzustellen, inwiefern die jeweiligen Anthroposophischen Gesellschaften die Bevölkerung ihres Landes repräsentieren, wie sehr sie möglicherweise von den Erfahrungen anderer Kulturen geprägt sind (etwa durch Aufwachsen oder Ausbildung in Europa) und auf welche Weise sie sich für die Diversität der Identitäten in ihrem Land einsetzen.
Die Antworten basieren auf persönlicher Erfahrung; sie stellen keine wissenschaftliche Untersuchung dar, zumal Identitätsbereiche wie Ethnie, Religion oder sexuelle Orientierung nicht erfasst werden. Deutlich werden dabei die recht unterschiedlichen länderspezifischen Situationen. Hier werden erste Beiträge dokumentiert.
Erklärungen 2020 (Auswahl):
Vorstand am Goetheanum
Anthroposophische Gesellschaft in Deutschland
Biodynamic Federation / Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum
Stuttgarter Erklärung (Neufassung)