Heileurythmie-Ausbildung

Heileurythmie-Ausbildung

26 Oktober 2020 Gabriela Jüngel 51 mal gesehen

Am 11. Oktober wurde die neue grundständige Heileurythmie-Ausbildung auf dem Goetheanum-Campus von Kollegium und Fachumkreis feierlich eröffnet.


Bei der Feier zum Start der neuen Heileurythmie-Ausbildung am 12. Oktober mit neun Studierenden war das ‹I A O› Leitmotiv: Es steht für den gesunden Menschen, der Urbild für jeden therapeutisch Tätigen ist.

Mit der Entscheidung des Schweizer Stimmvolks zur Aufnahme der Anthroposophischen Medizin als komplementärmedizinische Methode in die Grundversicherung ist auch die Heileurythmie seit 2016 grundsätzlich als Beruf anerkannt. Um ihn von Anfang bis Ende (grundständig) erlernen zu können – bisher war das Grundstudium Eurythmie Voraussetzung –, erarbeiteten die Medizinische Sektion und die Sektion für Redende und Musizierende Künste einen Ausbildungsgang als Pilotprojekt (‹Anthroposophie weltweit› Nr. 11/2019) mit mehreren Zulassungsstufen: Die vierjährige Vollzeitausbildung führt zum Branchenzertifikat ‹Komplementärtherapeut/in›, nach einem Zusatzjahr erhält man das ‹Goetheanum-Diplom› der Medizinischen Sektion, und nach einem weiteren Jahr kann die eidgenössisch anerkannte ‹Höhere Fach-Prüfung› abgelegt werden.

Georg Soldner, stellvertretender Leiter der Medizinischen Sektion, ermutigte die Studierenden, ihre Erfahrungen als Übende jetzt während der Ausbildung später an ihre Patient/inn/en weiterzugeben. Denn es sei entscheidend, dass der ‹Gesundwerdewillen› geweckt werde und die Patient/inn/en selbst Übende würden. In weiteren Voten wurde deutlich, dass zur therapeutischen Qualifikation einer staatlich anerkannten Ausbildung stärker denn je gehört, die ‹Sprache der Behörden› sprechen zu lernen, auch um verständlich zu machen, «was wir hier machen».


Web: Heileurythmie-Ausbildung