‹Impuls›-Eurythmie-Ensemble
An einem Nullpunkt nach einer kurzfristig geplatzten Welttournee hatten wir uns im Herbst 2018 mit der Idee einer gemeinsamen eurythmischen Arbeit getroffen.
Daraus wurde vorerst ein Impuls zu zweit: Katharina Okamura und Pia Secondo begannen als Eurythmie-Duo mit ‹Fratres› von Arvo Pärt. Wir wollten unserem Bedürfnis nach Freiheit und Eigenständigkeit Raum schaffen und uns Zeit geben, uns selbst als Schöpferkennenzulernen und zu erfahren, was sich durch uns als Künstler verwirklicht.
Aus dem Wunsch heraus, auch kleinen Kindern wahrhaft schöne Kunst zuteil werden zu lassen, schrieben wir das Märchen ‹Die Lichtblume›, dessen Bilder aus unseren inneren Fragen an die Gegenwart entstanden sind. Vor der aktuellen Corona-Zwangspause haben 2019 viele Aufführungen stattgefunden, bei denen uns berührte und dankbare Resonanz entgegenkam.
Gesundes soziales Miteinander
Seit Februar 2020 sind nun auch Flavia Tomescu und Ioana Farcasanu nach Berlin (DE) gekommen. Aufgewachsen in Rumänien, Uruguay und Deutschland, durch das Eurythmiestudium in Bukarest (RO), Witten-Annen (DE) und Aesch (CH) gegangen, kommen wir aus verschiedenen Richtungen in unserer Arbeit zusammen. Wir entwickeln alle Ideen und Prozesse eigenverantwortlich und bitten dann erfahrene Künstler für die Endregie dazu. Auch die Organisation liegt in unserer Verantwortung. Ein gesundes soziales Miteinander ist für uns Grundlage für eine individuelle, freie Entfaltung. Daraus kann dann ein künstlerischer, kreativer Gestaltungsprozess entstehen.
Als Eurythmistinnen versuchen wir, so frei wie möglich und dennoch ehrlich verbunden der Eurythmie gegenüberzustehen, uns zu befreien von dem, was sich nur als feste Struktur oder Gewohnheit zeigen will, uns lebendig in kreativen Prozessen zu bewegen. Als Menschen und als Künstler wollen wir präsent im Heute stehen und das bewusste Gegenwärtigsein als innere Quelle unseres Schaffens begreifen.
Menschsein ergreifen
Zurzeit arbeiten wir an ‹Lachrymae›, angeregt vom gleichnamigen Musikstück von Benjamin Britten, welches das Programm verwebt, und von der Traumszene, in der das kleine Mädchen in seiner Träne, gleich einem Tautropfen, die ganze Welt erkennt. Hier beginnt der Mensch, sein Menschsein wieder zu ergreifen, er erinnert sich an seinen Ursprung, an seine Ziele und Impulse, an Verantwortung und Moralität. War er zuvor gefangen, unbewusst gelenkt von Kräften, die ihm seine Freiheit nehmen, kann er nun in sich selbst wieder erwachen.
Aufgrund der aktuellen Situation wissen wir nicht, wann und wo ‹Lachrymae› aufgeführt werden wird – das Kongress-Festival ‹Soziale Zukunft› in Bochum (DE), wo wir im Juni Premiere gehabt hätten, wurde um ein Jahr verschoben. Wir hoffen, ab Oktober Aufführungen planen zu können. Bis dahin proben und arbeiten wir mutig weiter!
Kontakt (auch für Aufnahme in den Ankündigungsverteiler): Tel. +49 (0)151 26 34 20 30, +49 (0)176 95 34 34 59, impulseurythmie@gmail.com