Internationale Tagung

Internationale Tagung

26 Oktober 2020 Sebastian Jüngel 68 mal gesehen

Bei der Tagung für Heilpädagogik und Sozialtherapie ‹Bildung jederzeit!› ging es von 5. bis 9. Oktober um lebenslanges Lernen und um das Lernen am anderen.


Beim Rückblick beschrieb eine Teilnehmerin ihr persönliches Lernerlebnis bei der Tagung mit dem Motiv ‹Unterwegssein im Leben›; eine andere nahm mit, dass der Mensch immer ein Werdender sei und dass es gelte, das Gegenüber in seiner Würde mit Begeisterung und Bewunderung zu sehen; ein Teilnehmer hatte zunächst Ehrlichkeit gegenüber sich selbst – und als weitere Aufgabe: gegenüber anderen – gelernt.

In den Voten wie diesen wird deutlich, dass Lernen in einem Beziehungsraum – möglichst mit positivem Grundgefühl – stattfindet, bei jedem Ungewohnten, bei jedem Rätselhaften, weil es zu Neuem führen kann. Das fängt bei der intimsten Heimat, dem eigenen Körper, an, in dem eine Fülle an Erfahrungen (auch aus früheren Inkarnationen) steckt. Und reicht bis zum Lernen in (therapeutischen) Gemeinschaften, bis hin zu ihren etwaigen ‹Dunkelheiten›: Diese, so fasste einer seinen ‹Ertrag› aus der entsprechenden Arbeitsgruppe zusammen, sind als Begleiterscheinung von Macht gegeben, sie können förderlich sein, aber auch eng für andere ausfallen; manches gilt es zu ertragen, anderes lässt sich ändern.

Erfrischen konnte man sich in kontemplativen Räumen, in mantrischer Hochschularbeit und am eurythmisch gezeigten Grundsteinspruch sowie bei künstlerischer Arbeit im Musizieren, Malen, Tanzen und Clownen.

Auch diese alle zwei Jahre stattfindende internationale Tagung war durch die von Corona-Maßnahmen bestimmten Bedingungen eine Herausforderung mit Organisation und Umorganisation. Letztlich waren rund 240 Menschen vor Ort, und noch einmal über 350 nahmen online teil.


Web: Anthroposophic Council for Inclusive Social Development