Nachtwache

Nachtwache

17 November 2022 Wolfgang Held 120 mal gesehen

An Silvester 2022/23 jährt sich der Brand des Ersten Goetheanum zum 100. Mal. Tausende Menschen kamen, um in der kalten Winternacht das gewaltige Feuer zu sehen, das bis Basel die Landschaft erhellte.


Anthroposophie wäre nicht Anthroposophie und Rudolf Steiner nicht dieser unermüdliche Geist, wenn nicht schon am nächsten Tag aus diesem tragischen Ende so unendlich vieler Arbeit und vielen Kunstschaffens der Anfang von etwas Neuem geboren worden wäre. Es ist das große ‹Stirb und Werde› in der Geschichte der Anthroposophie. An diesen Moment wollen die Verantwortlichen des Goetheanum mit einer gemeinsamen Nachtwache denken, eine durchwachte Nacht in der Art anthroposophischen Lebens, also vieler Initiativen, über den ganzen Campus verteilt. Am Silvesterabend beginnt die lange Nacht um 22 Uhr. Dann folgen Lesungen von Augenzeugenberichten im Helene-Vink-Häuschen, wo Rudolf Steiner die Brandnacht verbracht hat, danach der Grundsteinspruch zur Mitternacht, davor und danach gibt es Konzerte drinnen und draußen. Feuerschalen laden auf dem Gelände zum Gespräch ein, eine Sternenführung zur Stille. Eine Silvesteransprache führt ins neue Jahr und ein Neujahrskonzert in den neuen Tag.

Dieser Artikel wurde bereits zuvor in der Wochenschrift veröffentlicht. Diesen und viele weitere wöchentlich neu veröffentlichte Artikel können sie auf der Website der Wochenschrift lesen.


Veranstaltung Nachtwache am Goetheanum, 31. Dezember 2022, von 22 bis 10 Uhr

Bild Goetheanum, Foto: Xue Li