Neuer Studienraum im Edith-Maryon Haus

Neuer Studienraum im Edith-Maryon Haus

01 März 2022 Sebastian Jüngel 1520 mal gesehen

Edith Maryons 150. Geburtstag wurde am 9. Februar in ihren letzten Wohnräumen gefeiert – und Anlass für den Start einer Studieninitiative.


Junge Menschen und Goetheanum-Mit­arbeitende waren der Einladung der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion gefolgt, den 150. Geburtstag der engen Mitarbeiterin Rudolf Steiners (auch bei Erstellung der Skulptur ‹Der Menschheits­repräsentant›) zu feiern. Peter Selg skizzierte ihr soziales Engagement, das sich unter anderem im Impuls zeigte, preiswerte Wohnstätten für Goetheanum-Mitarbeitende zu schaffen, insbesondere für Künstlerinnen und Künstler. Als ‹Schutzgestalt› sah sie das Verhängnis – den Brand – auf das Erste Goetheanum zukommen; auch roch sie als Erste den anfänglichen Schwelbrand. Rudolf Steiner hatte Edith Maryon nicht nur als Leiterin der Sektion für Bildende Künste bestimmt, sondern wollte sie auch im Vorstand haben, führte Peter Selg aus. Doch sie starb bereits Anfang Mai 1924. Ihr soziales Wesen hat Rudolf Steiner im ihr gewidmeten Spruch ‹Heilsam ist nur› erfasst, oft ‹Motto der Sozialethik› genannt.

Der runde Geburtstag von Edith Maryon wurde Anlass zur Einweihung eines ihrer Wohnräume als zukünftigem Studienraum. Constanza Kaliks sagte dazu, dass im Umkreis des Studienangebots am Goetheanum, der Jugendsektion und des Campus hier nicht zuletzt junge Menschen die Möglichkeit bekommen sollen, das Werk Rudolf Steiners zu studieren und sich zu treffen. Aktuell wird noch eine vollständige Gesamtausgabe der Werke Rudolf Steiners gesucht. Nicolas Criblez wies zudem auf kommende Kolloquien hin, in denen die Beziehung von Philosophie und Anthroposophie erarbeitet werden wird.


Vortrag Peter Selg: Werden und Bedeutung der Christus-Plastik. Rudolf Steiners Zusammenarbeit mit Edith Maryon