Nicht alle sind digital
Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners unterstützen von Sars-CoV-2-Maßnahmen betroffene Waldorfschulen und geben notfallpädagogische Hilfen.
Weltweit waren im März und April mehr als 1,5 Milliarden Kinder und Jugendliche ohne Zugang zu Bildungseinrichtungen. Viele denken, dass dann der Unterricht online per Videokonferenzen und mit anderen Online-Hilfsmitteln stattfindet. Es gibt jedoch Gegenden, in denen dies nicht möglich ist – denn dort sind Computer, Smartphones oder auch nur eine stabile Internetverbindung nicht vorhanden. Doch auch hier werden die Lehrer/innen kreativ: Sie bringen den Kindern Unterrichtsmaterialien – häufig mit Lebensmitteln oder Seife. Denn in vielen Ländern haben Eltern keine Arbeitsmöglichkeiten mehr und können für die Grundversorgung nicht (ausreichend) aufkommen. Dadurch werden sie auch noch weniger Schulbeiträge aufwenden können als sonst. Schulen, die ohnehin zum großen Teil auf Spenden aus dem Ausland angewiesen sind und keine staatlichen Subventionen erhalten, können dadurch in problematische Situationen geraten. Daher haben die ‹Freunde› einen Spendenfonds aufgesetzt.
Darüber hinaus bieten die ‹Freunde› im Rahmen ihrer notfallpädagogischen Tätigkeit Hilfen an. Die Art der Medienberichterstattung und die Quarantänemaßnahmen können traumatisieren. Stress und Angst reduzieren die Abwehrkräfte des Immunsystems und machen dadurch verstärkt krankheitsanfällig und psychosozial labil. Neben internationalen Maßnahmen haben die ‹Freunde› daher für Deutschland eine Hotline eingerichtet, die per Telefon (+49 (0)721 680 78 66 22) und E-Mail (notfallpaedagogik@freunde-waldorf.de) erreichbar ist. Außerdem stellen sie Video-Clips mit Hinweisen und praktischen Ratschlägen auf Youtube.
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