Nicht alles greift

Nicht alles greift

02 Februar 2021 Rik ten Cate 13 mal gesehen

Die Anthroposophische Gesellschaft in den Niederlanden ist aufgeschlossen gegenüber verschiedenen Formen von Identität – gleichwohl gibt es offene Aufgaben.


In der Anthroposophischen Gesellschaft in den Niederlanden werden verschiedene sexuelle Orientierungen als normal akzeptiert. Der Anteil an ‹weißen›, eher älteren Menschen ist hoch, einige sind in Indonesien oder Suriname geboren worden; außerhalb des christlichen Umkreises gibt es meines Wissens wenige Mitglieder.

Auch an den Waldorfschulen überwiegen mit geschätzt 90 Prozent Schüler/innen mit weißer Hautfarbe. Eine Ausnahme ist die Tobiasschule in Amsterdam, wo 50 Prozent der Lehrlinge einen nichtholländischen Hintergrund haben. Die Schulgründung in Amsterdam-Nord mit hohem Anteil an muslimischer Bevölkerung in den 1999er-/2000er-Jahren wurde von dieser nicht leicht angenommen, teilweise wegenanderer Schulen in der Nähe. Pflege- und Altersheime haben teilweise einen relativ hohen Anteil an multikulturellen Mitarbeitenden – bis zu 50 Prozent.

Anthroposophie gilt in den Niederlanden als ein mitteleuropäisches Erbe. Anthroposoph/inn/en wirken in den Niederlanden als eine Elite mit eigensinnigen und teils merkwürdigen Ideen, der aber auch mehr oder weniger viel Goodwill entgegengebracht wird.

Die Waldorfschulbewegung in den Niederlanden wächst stark – mit jährlich bis zu zehn neuen Schulen. Hier wird diskutiert, wie man ein umfassenderer Spiegel der Bevölkerung werden kann.

Die Anthroposophische Gesellschaft strebt danach, eine Gesellschaft der Mitte zu sein; wir wollen alle Menschen ansprechen. Auch suchen wir das Gespräch mit anderen Gruppierungen wie Sufis, Theosoph/inn/en und Rosenkreuzer/inne/n.


Web Anthroposophische Gesellschaft in den Niederlanden