Projekt Verjüngung

Projekt Verjüngung

24 Februar 2021 Péter Takáts 14 mal gesehen

Die Anthroposophische Gesellschaft in Ungarn veranstaltet mit jungen Menschen Veranstaltungen für die jüngere Generation – zunehmend im digitalen Raum.


Das Projektvorhaben ‹Die junge Generation ist unsere Zukunft› inkarnierte sich nach einem Vorprojekt 2019 mit bis zu fünf ehemaligen Waldorfschüler/inne/n im Projekt ‹mat Ifjúsági› (‹MAT›: Anthroposophische Gesellschaft in Ungarn; ‹Ifjúsági›: Jugend). Seit 1. September 2019 arbeiten zwei junge Mitarbeitende, ebenfalls ehemalige Waldorfschüler, mit Unterstützung der Stiftung Triangulum in einem Büro in Budapest. Einmal im Monat besprechen sie sich im Rudolf-Steiner-Haus oder in Büros des Waldorfvereins in der erweiterten Projektgruppe.

Veranstaltungen rund um ‹Waldorf›

Noch im Dezember 2019 fand ein Gespräch zur Frage ‹Was ist Waldorf?› in der Waldorfschule von Solymár nahe Budapest mit Schuleltern statt. Im Januar 2020 war die erste große Veranstaltung ‹Waldorf Educatio 2020› der Berufswahl und den Berufsaussichten gewidmet, 120 Teilnehmende – meist Waldorfschüler/innen – nahmen an den Vorträgen, den Arbeitsgruppen und dem Schlusskonzert teil. Im Februar folgte das zweite Gespräch ‹Was ist Waldorf?› für die Eltern der Waldorfschule Vác. Sie tauschten sich mit ehemaligen Waldorfschüler/inne/n und Vorstandsmitgliedern der Anthroposophischen Gesellschaft in Ungarn über Anthroposophie und Waldorf aus.

Mit den Nachrichten über eine Pandemie wuchs die Angst vor Begegnungen immer stärker. Unsere Veranstaltung ‹Dreigliederung und direkte Demokratie› fand zwar gerade noch vor dem Lockdown statt; jedoch kamen viele derjenigen nicht, die sich im Vorfeld angemeldet hatten. Ab 15. März kam es zu Ausgangsbeschränkungen und einer Totalschließung von Kultur und Gastronomie, ausgenommen Geschäfte der Grundversorgung – auch unsere Aktivität kam zum Erliegen.

Die Projektgruppe arbeitete über Videokonferenzen weiter. Sie suchte neue Formen und Lösungen, um weiterhin tätig bleiben zu können. Wir zogen unser Vorhaben vor, eine Webseite mit aufgezeichneten Vorträgen zum Thema ‹Anthroposophie und Waldorf› aufzusetzen. Dafür arbeiteten wir mit einer anderen Gruppe ehemaliger Waldorfschüler/innen zusammen.

Nach Ende des Lockdowns boten wir wieder Präsenzveranstaltungen an. Doch die Angst hat die Seelen so tief ergriffen, dass verhältnismäßig wenige den Mut fanden, an Veranstaltungen vor Ort teilzunehmen. Und so kamen zu unserer ersten Veranstaltung nach dem Lockdown, dem Waldorf-Festival im September mit 200 vorverkauften Karten, zwischen 75 und 80 Teilnehmende; auch zum Michaeli-Fest am 27. September kamen weniger Gäste als geplant. Es bot auf einem Veranstaltungsschiff auf der Donau – gegenüber dem Parlament – ein ganztägiges Programm unter dem Motto ‹A világba nézek én› (Ich schaue in die Welt).

Mobile Planung

Die zweite Welle annullierte erneut all unsere Pläne, nicht aber unsere Bereitschaft, weiterzumachen. Wir organisieren seither alle Veranstaltungen ohne Publikum und machen Filme und/oder stellen sie direkt via Internet zur Verfügung. Wir haben dafür einen eigenen Youtube-Kanal und – für direkte Sendungen – eine Facebook-Seite eingerichtet. Die erste Sendung Anfang Oktober 2020 trägt den Titel ‹A közösség ereje› (Kraft der Gemeinschaft). Wir richteten später im Rudolf-Steiner-Haus ein Studio ein. Von hier haben wir vier Adventssendungen mit Konzerten und eine Sendung zum Drei-Könige-Tag ausgestrahlt.

Ende Januar fand die Veranstaltung ‹Waldorf Educatio 2021› erstmals als Videotreffen statt. Für Februar wollen wir – in Zusammenhang mit dem 160. Geburtstag von Rudolf Steiner – zwei weitere Sendungen produzieren.

Außerdem planen wir in diesem Jahr die Gründung einer Jugendgruppe in der Anthroposophischen Gesellschaft in Ungarn – mit Mitgliedern, die aktiv in der Organisation mitwirken.


Web: Youtube; Facebook