Rücktritt angekündigt

Rücktritt angekündigt

25 September 2019 Sue Simpson 43 mal gesehen

Sue Simpson wird auf der Generalversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft in Neuseeland im August 2020 als Generalsekretärin zurücktreten.


Vor bald 14 Jahren wurde ich Generalsekretärin der Anthroposophischen Gesellschaft in Neuseeland. Wenn ich auf diese Jahre zurückblicke, wird mir deutlich, wie privilegiert ich war, mit so vielen verschiedenen und interessanten Menschen im In- und Ausland zusammenzuarbeiten. Meine Entscheidung, nun zurückzutreten, basiert auf dem inneren Wissen, dass es Zeit ist, loszulassen und den Stab an jemand anderen zu übergeben. Das gibt die Möglichkeit zu neuen Impulsen und Initiativen.

In Zukunft möchte ich die Gesellschaft, den Vorstand und den/die Generalsekretär/in unterstützen, aber ohne die Verantwortung, die ein solches Amt mit sich bringt. Einer meiner Schwerpunkte wird in der Stärkung der Eurythmie in Neuseeland und der Zusammenarbeit mit dem Pacifica Eurythmy College in Brisbane (AU) liegen.

Engagement für die Bedürfnisse der Welt

In meinen Jahren am Goetheanum erlebte ich, wie das Weltbewusstsein gewachsen ist und sich unter der Goetheanum-Führung, den Länderrepräsentanten, den Schatz-meistern und den Mitgliedern des Vorstands verstärkt hat. Die Goetheanum-Führung hat einen Weg der echten Zusammenarbeit mit gutem Potenzial für die Zukunft gefunden. Eine Gefahr sehe ich darin, wenn wir als Mitglieder zu viel von einer Gruppe wie der Goetheanum-Leitung oder dem Vorstand erwarten. In der Gesellschaft kämpfen wir ziemlich mit ständiger Kritik, die einen Platz hat, aber auch zerstören kann.

Wenn die Anthroposophische Gesellschaft gestärkt werden soll, ist ein größeres Engagement für die Bedürfnisse der Welt erforderlich – von den Mitgliedern, insbesondere von denen der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft. All unser Studieren wird fruchtlos sein, wenn es sich nicht mit der Welt verbindet. Mein Gefühl ist, dass die Gesellschaft sichtbar wird, wenn es zunächst echtes Interesse und Engagement für unsere unmittelbare Umgebung gibt, einschließlich Organisationen und Einzelpersonen, das dann auf weltweit erweitert werden kann.


Aus dem Englischen von Sebastian Jüngel.

Web: www.anthroposophy.org.nz