Stärkung des Ätherischen
Von 21. bis 23. Februar befassten sich Figurenspieler/innen am Goetheanum mit der ‹Stärkung des Ätherischen durch Figurenspiel im Zeitalter der Digitalisierung›.
Eine Verkehrung der Welten: Es gibt Menschen, vor allem junge, für die die digitale Welt wirklicher als die Sinneswelt ist, die ihnen mit Essen, Trinken, Schlafen als lästig erscheint. Robin Schmidt machte auch darauf aufmerksam, dass es gilt, den eigenen Körper, in den sich der Mensch inkarniert, gleichsam schmackhaft zu machen, zu lernen, Entscheidungen zu treffen, und sein Schicksal zu finden. Das seien zugleich Aufgaben einer Waldorfpädagogik heute.
Dazu passend regte Stefan Hasler an, die Erlebnisse beim Hören eines Musikstücks, das er auf dem Flügel gespielt hatte, dem Nachbar zu erzählen und in Gesten zu zeigen sowie während des Hörens innerlich als Bild zu malen. Außerdem solle man das Alphabet schnell sprechen und auf den Nachklang achten. Auf diese Weise werden die verschiedenen Qualitäten von physischem, ätherischem und astralischem Leib sowie dem Ich erlebbar.
Dass Filmemacher esoterische Inhalte in ihren Produktionen nutzen, machte Ingo Hoppe durch zahlreiche Demonstrationen von Filmszenen anschaulich. Als ‹gute› Psychologen machen sie sich zu eigen, dass in den Menschen, ob eingestanden oder nicht, das Bedürfnis nach Spiritualität, Religiosität und Christus (als Wesen) lebt.
Im Figurenspiel resonieren über Tore wie Inhalt, Sprachklang und Bilder die Wesensglieder des Menschen. Insbesondere das Ätherische wird durch lebendige statt automatisierte Bilder genährt, der ganze Mensch durch gestaltende Menschen in der Sinneswelt statt durch ablaufende Maschinenvorgänge gestärkt.