Verbindlich und offen

Verbindlich und offen

27 November 2019 Joan Sleigh 17 mal gesehen

Die Allgemeine Anthroposophische Sektion erschließt das seelisch-geistige Sein des Menschen und stellt Grundlagen für seine geistige Gesundheit zur Verfügung.


Ob in der Ersten Klasse der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, den Goetheanum Studies, der meditativen Praxis etwa in der Goetheanum Meditation Initiative Worldwide oder in der Biografiearbeit – bei all diesen Arbeitsformen ist die individuelle Beziehung zur Anthroposophie der Ausgangspunkt für die Erkenntnisarbeit oder für die Lebenspraxis.

In der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion gibt es inzwischen 100-jährige Praxiserfahrungen, anthroposophisches ‹Wissen› in einen Zusammenhang mit den Zeitfragen zu stellen. Dabei gilt es, die zeitlosen Aspekte des Gewordenen zu würdigen und gleichzeitig offen zu sein für das, was sich entwickeln und womöglich aus einer unvorhersehbaren Zukunft neu entstehen möchte. Das setzt Achtsamkeit und Verwandlungsbereitschaft voraus.

Dies geschieht beispielsweise in den Goetheanum Studies. Hier begegnen einander zurzeit 27 Menschen aus 16 Ländern und befragen sich selbst, das Goetheanum und einander nach dem Sinn des Lebens – unmittelbar, konkret und persönlich. Uns Dozent/-inn/en geht es darum, Anthroposophie nicht im traditionellen Sinn als Lernstoff vorzutragen, sondern Texte in gemeinsamem Austausch lebensnah zu behandeln.

Auch in der Klassen-Vermittler-Tagung ging es darum, Vereinbarungen, wie sie im Strom der Entwicklungen der Ersten Klasse entstanden sind, zu bestätigen und gleichzeitig offen zu sein gegenüber individuellen Bestrebungen und Erfahrungen mit Geistpräsenz in den mantrischen Inhalten. Das Thema ‹Wirklichkeit als Zusammenfließen von Wesen und Erscheinung› schien in den Gesprächen aktueller denn je zu sein!