Verwandlungsfähigkeit
27 Oktober 2020
| Rudolf Steiner
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Das übersinnliche Bewusstsein muss sich in die Verwandlungsfähigkeit hineinleben; es könnte, wenn es dazu nicht imstande wäre, keine Beobachtungen in der elementaren Welt machen.
So eignet sich das übersinnliche Bewusstsein eine Fähigkeit an, die es nur zur Anwendung bringen soll, solange es in der elementaren Welt sich weiß; die es aber unterdrücken muss, sobald es wieder in die Sinneswelt zurückkehrt. Es muss das übersinnliche Bewusstsein stets die Grenze der beiden Welten beachten […]
Tritt die Seele mit übersinnlichem Bewusstsein in die übersinnliche Welt ein […:] Sie findet, dass sie durch ihre Verwandlungsfähigkeit Wesen erkennen lernt, die mit ihr einen größeren und geringeren Grad von Verwandtschaft haben; sie wird aber auch gewahr, dass sie in der übersinnlichen Welt Wesen antrifft, mit welchen sie nicht nur verwandt ist, sondern mit denen sie sich auch vergleichen muss, um sich kennenzulernen.
Quelle: Rudolf Steiner, GA 17, 2020, Seiten 66f. und 70.
Bezug: Stellung des eigenen Wesens zur Welt