Zehn Jahre amwort
Als es nach Schließung zweier Schulen keine Sprachgestaltungsausbildung mehr in Dornach gab, wurde die Ausbildung amwort gegründet – das war vor zehn Jahren.
Amwort begann mit einer Vollzeitausbildung, war dann berufsbegleitend und zählt heute im internationalen Verbund der Sprachgestaltungsausbildungen innerhalb der Sektion für Redende und Musizierende Künste am Goetheanum wieder zu den Vollzeitausbildungen. Zurzeit studieren 40 Menschen bei amwort.
Die künstlerische Ausbildung ist das Kerngeschäft, die therapeutische Sprachgestaltung führt zum eidgenössisch anerkannten Beruf als Kunsttherapeut im Fach Drama und Sprache, die Weiterbildung in pädagogischer Sprachgestaltung kam im November 2018 hinzu, und ab August 2019 gibt es eine modulare Weiterbildung für Logopäden. Jede/r Studierende erhält wöchentlich eine Einzelstunde als individuelle Förderung; die Studiendauer richtet sich nach der Fähigkeitsbildung.
Höhepunkte sind die Auftritte aller Studierenden und ihre individuellen Programme am Ende der Studienzeit. Die Sprechchorarbeit frappiert immer wieder durch das unmittelbare Wie-aus-einem-Mund-Sprechen. Die Referate zu einer Dichterbiografie, zu einzelnen Lauten, zu menschenkundlichen Aspekten der Sprache und Sprachentwicklung, zu pädagogischen oder therapeutischen Themen sowie zum selbst gewählten Thema der Diplomarbeit tragen zum Unterrichtsstoff bei. Absolventen sind tätig in der Schweiz, in Deutschland, Polen, der Slowakei, Tschechien, Georgien, Estland, den USA und Südafrika.
Mit Sorgen sehen die verantwortlichen Dozent/inn/en Agnes Zehnter, Monika Gasser, Kirstin Kaiser und Dietrich von Bonin auf den Fortbestand dieser Kunst, denn es gibt weltweit zu wenig Studierende.
Web www.atka.ch