Zusammenarbeiten

Zusammenarbeiten

28 April 2021 Ewa Wasniewska 10 mal gesehen

Diversität ist in der Anthroposophischen Gesellschaft in Polen kein Thema – hier steht die inhaltliche Arbeit im Vordergrund. Das Aufgabenfeld ist erkannt.


In Polen hat man kaum mit einer anderen ‹Hautfarbe› zu tun. Wir haben unter den 38 Millionen Bewohner/inne/n fast keine ethnischen Minderheiten. Es gibt kleine Gruppen von Sinti und Roma, von Kaschuben, die ihre eigene slawische Sprache sprechen und in der Gesellschaft integriert sind. An der östlichen Grenze gibt es kleine Dörfer mit Weißruss/inn/en und Litauer/inne/n. Neu sind Imigrant/inn/en aus der Ukraine, aus Russland und Tschetschenien: Es sind wenige – Immigration ist im täglichen Leben kaum zu sehen. Im politischen Feld haben wir mehr Diskussionen beispielsweise über Frauenrechte, was aktuell zu Spaltungen führt.

All diese Phänomene spiegeln sich nicht in unserer Anthroposophischen Gesellschaft. Wir üben und lernen, zusammenzuarbeiten. Die Gruppen gehen durch verschiedene Arten des Studiums der Anthroposophie ihren eigenen Weg, mit Textarbeit von Vorträgen Rudolf Steiners, zu Kunst, sozialen oder anderen Themen. Die aktuellen Begrenzungen, sich zu treffen, haben dies alles noch verstärkt.

Am deutlichsten erkennbar ist Diversität an Waldorfschulen und in -kindergärten. Die Kinder haben verschiedene Hautfarben, kommen jedoch hauptsächlich aus Familien mit unterschiedlichen Religionen. Das alles läuft gut, (weitgehend) ohne Probleme. Die Pädagog/inn/en sind zufrieden, dass Kinder in einer Gruppe oder Klasse im täglichen Leben gute Beispiele für Toleranz auf verschiedenen Ebenen erleben.

Vielleicht wird in Zukunft auch unser Vorstand von diesem Gesichtspunkt aus unsere Arbeit gestalten, denn es gibt noch viele Aufgaben auf diesem Gebiet.


Web Anthroposophischen Gesellschaft in Polen