Zusammenwirken
Am 16. Februar zeigten Sprachgestalter, Eurythmistinnen und Musiker aus dem Umkreis des Goetheanum das Programm ‹Rings ist alles Wandlung›.
Beiträge unabhängig voneinander arbeitender Künstlerinnen und Künstler sowie Gruppen ergaben – sinnig zusammengestellt – ein Gesamtprogramm. Im Wechsel zwischen Laut- und Toneurythmie sowie Sprachgestaltung vollzog es den Weg aus dem Lichten zum Menschen und zu den Elementen sowie über existenzielle Seelenerfahrungen wie Schmerz und Erkenntnis durch Humor wieder zum heiteren Lichtvollen.
Die Eurythmie war aus dem unmittelbaren Zugang zu den Dichtungen und Kompositionen heraus durchlebt und gestaltet – ohne künstlerischen Überbau. Die Sprachgestaltung machte ihre jeweiligen Möglichkeiten von Dichtungen der Klassik und Romantik bis zur Moderne differenziert erlebbar.
Ich war von den Gedichten anthroposophischer Dichterinnen wie Lea van der Pals, Gerda Lehn und Elisabeth Wagner beeindruckt, wie sie Begriff und Erkenntnis mit Empfindung in Schönheit verbinden (und mich in diesem Aspekt an die Dichterin Stine Andresen erinnerten).
Unter den ausführenden künstlerisch Schaffenden sind nicht wenige in anderen Brotberufen tätig; dennoch pflegen, praktizieren und zeigen sie unabhängig von ihren Lebensumständen aus dem anthroposophischen Kunstimpuls heraus, woran sie arbeiten, und halten ihn dadurch lebendig.
Die Initiative des Zusammenwirkens der verschiedenen anthroposophischen Kunstschaffenden geht auf die Eurythmistin Ute Medebach zurück und führte diesmal – mit Unterstützung von Margrethe Solstad – 19 Eurythmist/inn/en, sechs Sprachgestalter/innen und fünf Musiker/innen zusammen.