Zuschriften zur Corona-Zeit

Zuschriften zur Corona-Zeit

27 April 2020 Redaktion 38 mal gesehen

Zuschriften zur Corona-Zeit von Christian Pax, Würzburg (DE), Virginia Sease, Beatrice und Martin Schüpbach, Dornach (CH), Elisa Betancor, Las Palmas de Gran Canaria (ES), Kai Hansen, Nürtingen (DE) und Gunvor Smith, Rennesøy (NO).


Rudolf Steiner hat darauf hingewiesen, dass das Ostern eines Jahres mit dem Weihnachten von vor 33 1/3 Jahren zusammenhängt. Das ist in diesem Jahr Weihnachten 1986. Damals haben wir uns mit der Katastrophe von Tschernobyl auseinandersetzen müssen. Heute wie damals war es bedenklich, Kinder zum Spielen ins Freie zu schicken. Monatelang lebten die Menschen in Angst, radioaktiv belastete Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Christian Pax, Würzburg (DE)

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Die Erde braucht uns. Nicht nur die Menschen kämpfen gegen die Grippe, auch das Immunsystem der Tiere, der Pflanzen, der Erde und des Erdenumkreises ist geschädigt und braucht unsere Zuwendung. Daher haben bei einem Seminar mit Virginia Sease im Februar die Teilnehmenden dieses mit dem eurythmischen ‹Hallelujah› begonnen. Dabei ist die Frage aufgetaucht, wie es wäre, wenn alle, die eine Beziehung zum ‹Hallelujah› haben, einmal am Tag dieses Wort für die Erde eurythmisieren würden. Es bedeutet ja nach Rudolf Steiner: «Ich reinige mich von allem, was mich am Anblick des Höchsten hindert.» Durch unsere Zivilisationserrungenschaften und unser Denken ist viel gewonnen, aber auch viel ‹verunreinigt›, zerstört worden. Vielleicht kann so eine bescheidene Hilfe und Versöhnung versucht werden.

Virginia Sease, emeritiertes Mitglied des Vorstands am Goetheanum; Beatrice und Martin Schüpbach, Dornach (CH)

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Ich habe drei sehr einfache Videos auf Youtube veröffentlicht, um den Menschen, mit denen ich gearbeitet habe, ein wenig zu helfen,

– ihre Gelenke zu bewegen und ihren Körper bewusst zu führen. Außerdem Übungen

– für den Vormittag mit Bezug zur Natur sowie

– für die Nacht, um gut in den Schlaf zu kommen und einen Bezug zur Erde herzustellen.

Elisa Betancor, Las Palmas de Gran Canaria (ES)

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Ich denke, man sollte nach vorn schauen:
Das Bessere ist möglich. Das Mögliche muss gedacht und denkbar gemacht werden. Ebenso ist entscheidend, was wie besprochen wird. Nicht Angst, sondern Besinnung wäre die Aktivität. Es geht darum, den Verfügbarkeits- und Kontrollwahn der Industrienationen – also von uns – zu überdenken, der alles möglichst billig ständig von überall her haben will. Denn die wahren Kosten kehren nun zu uns zurück. Die Ideologie des autarken Egoismus (auch Nationalismus) muss einem grundlegend neuen Gemeinsinn weichen. Das Ergebnis einer solchen Aktivität könnte eine Bereitschaft sein, in Frieden mit der Natur zusammenzuleben. Auch ist die Trennung von Subjekt (Ich) und allem anderen da draußen (Welt) ein Konstrukt. Tatsächlich ist alles Lebendige miteinander verbunden und voneinander abhängig.

Kai Hansen, Nürtingen (DE)

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Wir Menschen waren dazu bestimmt, mit der Natur zu arbeiten, nicht gegen sie. Das bedeutet Einheit mit allen Menschen und gesellschaftlichen Bewegungen sowie der Natur. Die Menschheit muss versuchen, als Einheit zusammenzukommen. Es bedeutet auch, dass die Natur zumindest hier auf der Erde stärker ist als unser Intellekt, aber auch in unserer Seele und in unserem Geist ist der Intellekt nicht so groß und wichtig, wie wir denken. Er trennt uns unnötig, und er begrenzt auch die Entwicklung der antroposophischen Bewegung.

Gunvor Smith, Rennesøy (NO). Aus dem Englischen von Sebastian Jüngel.

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