Zuschriften zur Corona-Zeit
Auf das Editorial zum Newsletter-Versand von ‹Anthroposophie weltweit› Nr. 5/2020 gab es Rückmeldungen.
Hier die Hauptpunkte des Editorials:
1. Den Kopf (und das Herz) für anderes als Corona frei halten. Es gibt so viele andere wichtige Themen – Themen, die nähren.
2. Entstandene Leerräume weiterhin ergreifen (damit sie nicht wie ein dauerhaft leer stehendes Haus ‹verwahrlosen›), beispielsweise Räume und Gänge einer für die Öffentlichkeit geschlossenen Institution putzen oder durchschreiten. Und auf andere Leerräume achten: Wie pflege ich den Seelenraum? Welche Gedanken nehme ich bewusst auf? Werde ich den Bedürfnissen meines Körpers gerecht?
3. Die Beziehung zur Sinneswelt pflegen, die Natur wahrnehmen. Sie ist gegenüber der digitalen Welt auf existenziellere Weise ‹real› und für die Entwicklung von Seele und Ich wichtig.
4. Den Humor, die Lebensfreude aufrechterhalten. Totalitarismus erkennt man daran, dass man nicht lachen darf.
5. Schon jetzt die Zukunft vorbereiten: Wiedereröffnungsfeiern andenken und vorplanen. Sich überlegen, was man tun könnte, wenn etwas geschieht, was man nicht für angemessen hält.
6. Es gibt viele Menschen, die produktiv tätig sind, viele, die ich nicht kenne und denen ich vertrauen darf. Ich bin nicht allein.
Sebastian Jüngel
1. Achte darauf, wo du Furcht entwickelst oder aggressiv wirst oder andere es werden; (in Bezug auf die sogenannte Pandemie). Da entstehen Tore (Öffnungen), durch die die Widersachermächte Einlass bekommen.
2. Furcht und Aggression können triggern, hervorgerufen durch das vorherige Erdenleben.
3. Unbedingt lange ‹Informationspausen› einlegen; sich erinnern, dass Michael-Zeit ist und dass der Christus im Ätherischen wirklich wirkt, und sich dorthin mit aller Bewusstseinskraft willentlich wenden. Von dorther kommt allein die so notwendige Kraft.
4. Das politische Gebaren ist ein Angriff auf die gesamte Menschheit.
5. Es ist ein Angriff auf die menschliche Individualität.
6. Es ist ein antichristlicher Impuls, der sogar die Kirchen in der Not schließt.
7. Es ist ein Kampf gegen die Mitte, geografisch gesprochen, innerlich gesprochen und vom Christus-Impuls aus gesprochen.
Rainer Schnurre, Hildesheim (DE)
Im Weinberg machte ich ein Bild, / Das aktuelle Sorgen stillt: / Dort steh’n seit Jahren alte Mauern, / Die alle Krisen überdauern, / Wenn man sie nicht – ganz unerhört – / Aus finanziellem Grund zerstört. / Ein Blümchen weckte mein Entzücken: / Von Steinen lässt es sich nicht drücken. / Es nützt die Fugen zwischen ihnen, / Die müssen ihm zum Wurzeln dienen.
Frank Jentzsch, Stuttgart (DE)
Unser Bewusstsein von der Begrenzung des Menschen weitet sich von der Hautoberfläche hin zu einer Luft- und Feuchtigkeitsblase mit einem Radius von ungefähr drei Fuß [rund 90 Zentimeter]. So wird dem Menschen das Gemisch aus Luft und Wasser, das wir miteinander und mit unserer Umgebung teilen, eindringlich bewusst gemacht: Wie beeinflusst man die Umwelt, wenn man über die Erde geht? Wie verhalten wir uns chemisch zu denen, mit denen wir im Aufzug fahren? Es ist der erste Schritt hin zu einem Bewusstsein der Lebenskraft, die wir in uns tragen.
Tom Wilkinson, Enfield, Connecticut (US). Aus dem Englischen von Sebastian Jüngel.