Studientagung zur Christologie Rudolf Steiners
"Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit"
von 13. bis 15. November 2026
Mit Christine Gruwez, Christiane Haid, Michael Klemt, Wolf-Ulrich Klünker, Mechtild Oltmann, Jaap Sijmons und Silke Sponheuer. Änderungen vorbehalten.
Eine weitreichende Entdeckung in der Biographie ist es, das Wirken eines höheren, verborgenen Wesens in sich wahrzunehmen. Es kann der Beginn sein, allmählich für tiefere und weitere Dimensionen des Menschseins und damit für die unser Leben tragenden und begleitenden Wesen zu erwachen.
«Man hat ein in der Welt Wirkendes […] in seiner Bedeutung für die Welt noch nicht durchschaut, wenn man bei diesem Wirkenden an sich stehen bleibt, sondern man muß erkennend auf die Wesen blicken, von denen das Wirkende ausgeht.» Was Rudolf Steiner in dem 121. Leitsatz in einen Satz zusammendrängt, kann als leitende Denkbewegung für das Buch Die geistige Führung des Menschen und der Menschheit (GA 15) angesehen werden. Es genügt nicht, Wirkendes und Wirksames an sich zu erfassen und zu schauen, wenn wir dessen Bedeutung für die Welt verstehen wollen. Dazu bedarf es der Wesenserkenntnis selbst. Diese fordert einen Blick, der durch Zeiten und Räume hindurchreicht und der sich selbst so verwandelt, dass an jeder Stelle alle Entwicklungsstufen zugleich sichtbar werden. Nur so kann aus vollbewusster Verantwortlichkeit gehandelt werden. Für den heutigen Menschen bedeutet das die Erkenntnis der irdischen und kosmischen Christus-Wesenheit. Durch eigene Tätigkeit für ihn eine seelisch-geistige Hülle zu bereiten und handelnd in der Welt die Materie zu verwandeln und zu erheben, ist Zukunftsaufgabe.
Mit Vorträgen und in Arbeitsgruppen wollen wir uns diesem komplexen und vielschichtigen Buch, das Orientierung und innere Nahrung in diesen herausfordernden Zeiten bieten kann, widmen und laden Sie alle herzlich zur gemeinsamen Arbeit nach Dornach ein.
Christiane Haid und Ariane Eichenberg