Christus-Verständnis

Christus-Verständnis

29 Mai 2019 Sebastian Jüngel 23 mal gesehen

Die Goetheanum-Leitung befasst sich mit dem Christus-Verständnis, zieht Schlüsse aus der Situation der Anthroposophie und blickt auf die Verfasstheit der Sektionen.


Die Goetheanum-Leitung hat sich ein Jahr mit der Grundsteinmeditation befasst. Jetzt geht es inhaltlich um den Christus-Impuls als Allgemein-Menschliches. Eine Besonderheit des überkonfessionellen Bezugs auf den Christus ist die Loslösung von lokal oder kulturgebundenen Geistbezügen zugunsten einer für die ganze Menschheit auf allen Kontinenten wirksamen Kraft. Diese Fragestellung ist auch daher von besonderem Interesse, weil die Anthroposophie verstärkt in Kulturen praktiziert wird, die nicht im konfessionellen Sinne mit dem Christentum verbunden sind. Zugleich sind alle derzeitigen Mitglieder der Goetheanum-Leitung durch das christliche Abendland geprägt und wollen daher gewisse Gewohnheiten befragen.

Einige Monate blickte die Goetheanum-Leitung auf die Situation der Anthroposophie und anthroposophischer Einrichtungen in verschiedenen Ländern. Dabei geht es auch darum, die Konsequenzen aus den Beobachtungen für das Verständnis und die gemeinsame Arbeit an den jeweiligen Orten zu ziehen und entsprechend zu handeln. Ein Beispiel ist das Bedürfnis nach Absicherung und Sicherheit in der britischen Gesellschaft und der aktuelle Umgang mit diesem Thema an den Waldorfschulen. Was heißt das für die Goetheanum-Leitung? Wie geht sie mit dieser Frage um?

In der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft wird an einer Neubesetzung der Leitung der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion, der Sektion für Bildende Künste und der Naturwissenschaftlichen Sektion gearbeitet. Im Zuge dieses Prozesses reflektiert die Goetheanum-Leitung die Verfasstheit aller Sektionen und ihrer Leitungen.