Herausforderung Hitze

Herausforderung Hitze

21 September 2020 Alexander Kühne & Sonja Zausch 11 mal gesehen

Die sozialtherapeutische Gemeinschaft Roshni, Lahore (PK), schlägt sich wacker durchs Leben. Die Corona-Pandemie ist ein geringeres Übel, belastend ist die Hitze.


An sich geht es Roshni gut. Mittlerweile scheint die Lage in Pakistan insgesamt stabiler zu sein. Das Land ist vergleichsweise verschont geblieben, wenn man den offiziellen Zahlen glaubt. «Wir haben hier nicht so viel zu tun mit Stigma und Verschwörungsmythen. Es gab Perioden, als das mal aufblitzte, aber mittlerweile kooperieren die Mitarbeitenden und Familien», sagt Alexander Kühne von Roshni.

Die Mitarbeitenden müssen jedoch mehr auf Hygienevorgaben, lokale Ausgangsbeschränkungen, Gesundheitsuntersuchungen, Vorsorgemaßnahmen und so weiter achten. Wir freuen uns, dass die Werkstätten aktuell halbtags geöffnet sind. Leider ist die Waldorfschule komplett geschlossen. Die Lehrer/innen versuchen, einiges über WhatsApp zu vermitteln.

Glücklicherweise kam kurz vor der ersten Ausgangssperre ein Arzt nach Roshni, der Erfahrungen im Krisenmanagement hat. Er spielt sehr viel mit den Kindern, darunter viele körperliche Spiele. Zudem schult er Mitarbeitende im Bereich Pflege.

Schwieriger wird es, wenn man auf die finanzielle Lage der Familien sieht, auch von Mitarbeitenden. Dennoch wurde dank einer Ramadan-Almosenkampagne im April ein gegenüber dem Vorjahr nur leicht vermindertes wirtschaftliches Ergebnis erzielt.

Eine weitere Herausforderung ist die Hitze, die alles Leben darniederdrückt. Die Arbeitsproduktivität ist dadurch massiv reduziert. Im Moment wachsen nur Reis und Unkräuter. Und auch die Tiere leiden: Die Milchleistung ist eingeschränkt, und die Hühner legen kaum noch Eier.


Aus dem Mailverkehr von Alexander Kühne, Roshni (PK), und Sonja Zausch, Goetheanum.

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