Mehr als Resilienz
Die Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum sammelt für ihre Wissenschaftstagung 2021 Forschungsergebnisse zur Praxis einer nachhaltigen Resilienz.
Eine Problemlösung ist erfolglos, wenn sie immer wieder neue Handlungsnotwendigkeiten auslöst, ohne die eigentlich zugrunde liegende Ursache zu bearbeiten. So lässt sich zwar zu viel Wärme im Stall durch eine Berieselungsanlage für Kühe angehen oder lassen sich trockenheitsresistentere Baumwollpflanzen züchten, direkter wäre jedoch das Pflanzen von Bäumen als natürliches Schattensystem und als Kohlenstoffspeicher zur Entlastung des Klimas oder die Anpassung der Anbaustrategie durch andere Pflanzen. «Biodynamische Landwirtschaft schaut aufs Ganze und entwickelt ein System, durch das eine Verstärkung der einbezogenen Teile entsteht», sagt Lin Bautze von der Sektion für Landwirtschaft. «Das bedingt, dass ein System erweitert, womöglich grundsätzlich verändert werden muss, um eine nachhaltige Landwirtschaft zu ermöglichen.» Die Sektion für Landwirtschaft arbeitet in verschiedenen Projekten an der Entwicklung einer nachhaltigen Auffassung von Resilienz in der Landwirtschaft.
In der biodynamischen Landwirtschaft und in Bereichen wie Agroforstwirtschaft, Permakultur, Agroökologie und Gartenbau liegen für einen das Lebendige fördernden Umgang mit der Natur dokumentierte Erfahrungen vor. Derzeit stellt die Sektion für Landwirtschaft Ergebnisse und Konzepte für gesunde Lebensmittelsysteme von Forscher/inne/n und Studierenden über Landwirtinnen bis zu Verarbeitern für die Forschungstagung zur biodynamischen Landwirtschaft 2021 zusammen.
Tagung Growing beyond resilience, International Conference on Biodynamic Research, 30. August bis 2. September 2021, Royal Agricultural University, Cirencester, Gloucestershire (GB).