Nachtwache am Goetheanum

Nachtwache am Goetheanum

03 Januar 2023 Wolfgang Held 897 mal gesehen

Ein Juwel in Wärme gefasst und von Leben durchdrungen – so erschien das Goetheanum mit 52 Scheinwerfern, 12 Feuerschalen und 2000 Besuchenden zur 100. Silvesternacht nach dem Brand des Ersten Goetheanum. Durch unser kurzes Video erhalten Sie dazu einen Eindruck des Geschehens.


Nachtwache am Goetheanum
Das angestrahlte Goetheanum bei Nacht


Das Gedenken an die Brandnacht des Ersten Goetheanum hatte drei Schritte. An der vorangestellten Weihnachtstagung leitete die Frage, was an Zukunft mit diesem Bauwerk zu fassen sei. Dann folgte die Gedenkfeier mit Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden und des Kantons. Remo Ankli, Regierungsrat aus Solothurn, unterstrich im Bild des Phönix aus der Asche, dass im Brand auch ein Anfang liege. Samuel Rutishauser, ehemaliger kantonaler Denkmalpfleger, beschrieb die architektonische Handschrift Rudolf Steiners.

Daniel Urech, Gemeindepräsident von Dornach, erinnerte an das Engagement der Gemeinde für einen Neubau: Eine Bewegung von solcher Bedeutung müsse, so der Gemeinderat damals, das Recht haben, ihren zentralen Sitz baulich in einer Weise auszugestalten, die ihrer Denkweise entspreche. Ueli Hurter und Stefan Hasler würdigten als Vertreter des Goetheanum den schweizerischen Beitrag für die Anthroposophie. Am Silvestertag stellte Peter Selg den Brand in den Kontext des 20. Jahrhunderts: «Die Welt stand in Flammen!» Am Schicksal des wohl ungerechtfertigt beschuldigten und im Brand umgekommenen Jakob Ott schlug er den Bogen zum einzelnen Menschen.

Gemeindepräsident Daniel Urech

Dann der Schlussakt: 52 Scheinwerfer wie die Wochen des Jahres ließen in warmweißem Glanz das Goetheanum zum Edelstein in der Nacht werden. Zwölf Feuerschalen, die Monate des Jahres, fassten das Juwel und 2000 Besuchende gaben ihm Leben. Licht, Wärme und Leben! Heiter-nachdenklich, so beschrieb Christiane Haid, Mitorganisatorin der Feierlichkeiten, die Atmosphäre in dieser Silvesternacht. Dabei habe sie empfunden, an einem historischen Moment teilzunehmen – ein Rückblick wird Vorausblick. Von der Lesung der Augenzeugenberichte über Ausstellungen, Konzerte, Vorträge und dem Blick in der Sternwarte zu Mars spannten sich die Veranstaltungen. Die Eurythmie zur Mitternacht zu Rudolf Steiners Grundsteinspruch im Großen Saal sammelte die Energie. Am Morgen klang das Gedenkfest mit Gerald Häfners Bild eines neuen gemeinschaftlichen Lebens aus.

Ein Fotopaket als Neujahrsgeschenk für Sie alle:

Wir bieten Ihnen Fotos zur Erinnerung an diesen Tag, an die Wärme und das innere Licht, das vom Goetheanum ausgeht. Sie können sie frei verwenden und mit anderen teilen, auch für Pressezwecke. Sie können diese Fotos über diesen Link herunterladen.

*nicht zur kommerziellen Nutzung.

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Fotos / Video: Xue Li