Schöpferische Quellen
Die Stärkung der eigenen schöpferischen Quellen, die Berücksichtigung des realen Umfelds und die Weiterentwicklung der Ausbildung prägten das Arbeitsjahr 2019.
Kunst kommt, so heißt es, von ‹Können›. Kunst entwickelt sich aber vor allem durch das Tun. Ob ‹Brand› von Henrik Ibsen, die Aufführung der Mysteriendramen von Rudolf Steiner oder ‹Demetrius› von Herman Grimm, ob die Abende der Spielraum-Initiative oder die Programme des Goetheanum-Eurythmie-Ensembles – es gab 2019 viele Inszenierungen unter Obhut der Sektion für Redende und Muszierende Künste. Im Bereich Musik gewannen zudem die ‹Archivkonzerte› von Werken anthroposophischer Komponisten «an Fahrt», wie Sektionsleiter Stefan Hasler wahrnahm. Geplant ist, die Noten auf der Sektionswebseite zugänglich zu machen.
Mit dem ‹Können› kommt die Ausbildung ins Spiel. Für die Eurythmie geht es um Kriterien für gleichwertige Teilzeit- und Vollzeitausbildungen. Berücksichtigt werden dabei Lebenserfahrung und Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten. Für die Sprachgestaltung besteht weiterhin die Aufgabe, zu individuellen Wegen zu ermutigen und an der Qualitätsförderung weiterzuarbeiten.
Kunst findet schließlich in einem konkreten Umfeld statt. Angesichts der Präsenz digitaler Technik widmeten sich die Figurenspielerinnen und -spieler der Frage, wie sich das Ätherische als Lebenskraft stärken lässt. Auch die therapeutischen Sprachgestalter knüpften an die bestehenden Lebenssituationen an (Siehe ‹Sprachtherapie›).
Ende des Jahres wird eine Neuausgabe des Lauteurythmiekurses (GA 279) erscheinen. Mit einer Besonderheit: Die Wandtafelzeichnungen Rudolf Steiners werden nicht nur wie bisher in ihrem Ergebnis, sondern auch schrittweise in ihrer Entstehung dokumentiert.