Tipps für Schulkonferenzen

Tipps für Schulkonferenzen

27 April 2020 Sebastian Jüngel 11 mal gesehen

Die Pädagogische Sektion am Goetheanum gibt auf ihrem Blog zur Schule in Zeiten von Covid-19 Tipps zum Durchführen von Video-Schulkonferenzen.


Das erste Erlebnis: die Freude, sich wieder zu sehen und zu hören!» So beschreibt Tomáš Zdražil seinen Eindruck von einer Webkonferenz der Freien Hochschule Stuttgart (DE). «Man muss intensiver hineinhören, was einer sagt oder sagen will», ist die Erfahrung von Christof Wiechert mit medial vermittelten Konferenzen. Der ehemalige Leiter der Pädagogischen Sektion nimmt ein Mal pro Woche an der virtuellen Konferenz einer Schule in Asien teil.

Voraussetzung für eine Webkonferenz ist, dass alle Beteiligten in die entsprechende Software eingeführt werden, möglicherweise mit Hilfe von Eltern. Auch eine Videokonferenz wird entlastet, wenn Unterlagen im Vorfeld bereitliegen, nicht zuletzt um die Zeit des technisch vermittelten Gesprächs aufs notwendige Minimum zu reduzieren – maximal zwischen 60 und 90 Minuten.

Für die Durchführung sollte jemand die Gesprächsleitung übernehmen, so Christof Wiechert. Zu den Spielregeln gehören kurze Beiträge; längere Ausführungen können schriftlich nachgereicht werden. Das gesprochene Wort hat Vorrang vor einer parallelen Chat-Funktion. Komplexere Themen können in eine Teilkonferenz delegiert werden, die die Ergebnisse in die Schulkonferenz zurückmeldet.

Videokonferenzen stoßen nach Tomáš Zdražil an ihre Grenzen, «je persönlicher und je näher die Themen an uns herankommen». Das betrifft beispielsweise Fragen der Einstellung neuer Kolleginnen oder Kollegen. Auch das Beraten kontroverser Themen ist schwierig; möglicherweise helfen bei mit Ja oder Nein entscheidbaren Fragen Abstimmungstools.


Web Das Blog der Pädagogischen Sektion.