Tipps zum Lernen zuhause
Tipps für das Unterrichten zuhause infolge der Maßnahmen gegen Sars-CoV-2 finden sich auf dem Blog der Pädagogischen Sektion am Goetheanum.
Gewünscht hat sich das keiner. Doch Joep Eikenboom, Lehrer an der Dordtse Vrije Schule (NL), sagt auch: «Haben Sie keine Angst […] gegenüber dieser modernen Technologie, sondern zeigen Sie den Kindern, dass ein Mensch unter allen Umständen zurechtkommen kann.» Eine Hilfe ist das Schaffen einer Tagesstruktur mit bestimmten Abläufen.
«Der Lehrberuf ist ein Beziehungsberuf par excellence», sagt Florian Osswald, Co-Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum. Beim Hausunterricht geht es daher um Erreichbarkeit der Lehrer/innen für die Schüler/innen und Eltern sowie der Schule für die Eltern. Über Fragen an die Kinder wie «Woran habt ihr gerade Freude?» und den Austausch von Arbeitsergebnissen der Schüler/innen untereinander bleibt die Klasse über konkrete schulische Inhalte in Verbindung.
Florian Osswald sieht «zahlreiche neue Möglichkeiten der digitalen Medien» und erlebt gleichzeitig «Grenzen der Digitalisierung». Damit spielt er auf den altersgerechten Einsatz digitaler Medien an: Für Kinder helfen sie bei der Informationsübermittlung durch die Eltern, für Jugendliche bietet die Arbeit am Computer neue Lernerfahrungen. Für alle Alterstufen bietet sich an, Aufgaben im Haushalt zu ergreifen, Naturbeobachtungen in einem Tagebuch in Wort und Zeichnungen zu reflektieren, also auch praktisch und mit weiteren Sinnen tätig zu sein, beispielsweise beim Handarbeiten, Basteln und Musizieren.
Thomas Stöckli, Co-Leiter der Akademie für Anthroposophische Pädagogik in Dornach (CH), hebt noch hervor, dass alle Erwachsenen selbst auf Ausgleich achten und Gelegenheiten für die persönliche Regeneration schaffen sollten.