Waldorf weltweit stützen
Die ‹Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners›, Stiftungen und Waldorforganisationen halfen ersten durch den Lockdown gefährdeten Waldorfeinrichtungen.
Durch die in manchen Ländern anhaltenden Schließungen auch von Waldorfeinrichtungen, durch Kurzarbeit der Eltern oder den Verlust ihrer Jobs werden die Beitragszahlungen ungewiss oder haben bereits aufgehört (‹Anthroposophie weltweit› Nr. 6/2020). Daher haben auf Initiative der ‹Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners› ‹Waldorf 100›, die Internationale Konferenz der waldorfpädagogischen Bewegung, die Mahle-Stiftung, die Stiftung Evidenz, die Waldorf-Stiftung, die Iona Stichting und die International Association for Steiner/Waldorf Early Childhood Education (IASWCE) Corona-Hilfen zugesagt. Sie tragen dazu bei, dass Waldorfkindergärten und Waldorfschulen, die ausschließlich von Elternzahlungen abhängig sind und keine staatlichen Subventionen erhalten, weiter bestehen können.
Durch den Spendenaufruf kamen bis 17. Juni mehr als 231 000 Euro von privaten Spendern und rund 130 000 Euro durch die Aktionspartner/innen zusammen. Davon wurden mehr als 344 000 Euro an Waldorfeinrichtungen in Armenien, Äthiopien, Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Chile, Costa Rica, Kolumbien, Mexiko, Nepal, Peru und Tansania für Mieten und Gehaltszahlungen zur Verfügung gestellt. Außerdem unterstützte das Bündnis Schulen und Sozialeinrichtungen beispielsweise in Kolumbien, Brasilien und Äthiopien dabei, Essensspenden für Familien bereitzustellen.
Doch endet damit die Arbeit nicht: Schulen und Kindergärten in aller Welt haben insgesamt einen Bedarf in Höhe von über 824 000 Euro angemeldet. Mit zusätzlichen Anträgen ist zu rechnen, wenn weitere durch die Corona-Krise ausgelöste Probleme ans Licht treten.
Web Spendenaufruf