1/4 Waldorf 100

1/4 Waldorf 100

29 August 2019 Noel Dallow 14 mal gesehen

Ende April fand bei Taichung (TW) die asiatisch-chinesische Waldorflehrer-Tagung 2019 mit fast 400 Teilnehmenden statt.


Ich starrte verwirrt auf die Zahlen auf dem Tagungs-T-Shirt: ‹1/4 Waldorf 100›. Dann dämmerte es mir: Waldorfpädagogik feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen, aber es ist das 25. Jahr der Waldorfpädagogik in Taiwain. Und 25 ist ein Viertel von 100. Fast alle Schulen in Taiwan und viele Schulen auf dem chinesischen Festland hatten Lehrerinnen und Lehrer zur Tagung geschickt.

Ben Cherry sprach über die Wege, wie man sich mit Empfindungs-, Verstandesseele und Bewusstseinsseele identifizieren kann und durch Selbsterkenntnis die Fähigkeit gewinnt, bewusster im Unterricht und im Alltag tätig zu sein.

Nana Göbel zeigte an der Waldorfgeschichte den (vor allem europäischen) Wachstumsimpuls von 1919 bis 1989. Das sind 70 Jahre – ein Menschenleben. Bis 2059 könnten wir (ein weiteres Menschenleben) nach dem Beginn der dritten Phase suchen. Vor allem aber wurde daran erinnert, dass Waldorfschule als lebens- und weltverändernder Impuls gedacht ist und Menschen braucht, die die Notwendigkeit dazu sehen!

Claus-Peter Röh, Co-Leiter der Pädagogischen Sektion am Goetheanum, stellte dar, wie sich der Schüler der Klassen 6 und 7 in einer neuen Beziehung zu seinem Körper und zur Welt befindet. Christof Wiechert erzählte uns ein Märchen aus China, um die Bedeutung archetypischer Bilder für unser Erzählen und für das Erkennen der sieben Tugenden der Waldorfpädagogik zu betonen: das Bedürfnis nach Bildern (Imaginationen), Sinn für Wahrheit (oder Authentizität), Seelenverantwortung, Initiative, Interesse, Treue und gute Laune.


Nach einem Bericht von Noel Dallow, Taichung (TW), bereitgestellt vom ‹Pacifica Journal›

Aus dem Englischen von Sebastian Jüngel.