Arbeitsbedingungen
Stefan Hasler steht mit seinen Kolleg/inn/en weltweit im Austausch über das Aufrechterhalten der künstlerischen, pädagogischen und therapeutischen Arbeit.
Für alle Eurythmielehrer/innen und -therapeut/inn/en stellt sich angesichts der Verlegung des Unterrichts in die Elternhäuser die Frage, wie sie durch den medial vermittelten Kontakt ihre Schüler/innen wirklich erreichen. Als frustrierend erleben sie, dass sich wegen der fehlenden physischen Präsenz keine Wärme im Raum bilden kann: die der Bewegung, des Blickes und diejenige, die nur in einer Gruppe entsteht. «Die Wärme der Luft ist Voraussetzung für das, was real zwischen Menschen entsteht», fasst es Stefan Hasler zusammen. Mit Freude erleben die Lehrer/innen, dass Schüler/innen und Jugendliche stärker in ihrer Selbständigkeit gefordert sind und dadurch viel eigenständiger als bisher etwas entwickeln. Welchen Stellenwert die Kunst in der nun aktuellen Gesellschaft wieder bekommen wird, ist offen. Im Moment leiden vor allem alle Freischaffenden unter den erschwerten Arbeitsbedingungen.
Die Eurythmie- und Sprachgestaltungsausbildungen ermöglichen ihren Diplomabsolvent/inn/en, ihre Ausbildung abzuschließen. Dabei spielt keine Rolle, ob sie dafür ans Goetheanum kommen können, sondern dass sie eine für ihr Land jeweils passende Lösung finden. Ziel ist, dass auch dieser Abschluss zur sofortigen Berufsausübung berechtigt und gleichzeitig festhält, was noch nachgeholt werden muss. Beispielsweise gibt es gewisse Kompetenzen, die nur in einem Gruppenprozess gesammelt werden können und die unverzichtbar zur künstlerischen Arbeit gehören.
Die Projekte der Forschungsstelle Eurythmie werden fortgesetzt, etwa der Abschluss des Kommentarbands zum Lauteurythmiekurs (GA 279) sowie die Weiterarbeit am Apollinischen Kurs.