Kraftvolle Zukunftsbilder
Den Ängsten der Zeit stellt das weltweite Sektionsnetzwerk positive, ermutigende und stärkende Bilder unserer gemeinsamen Zukunft gegenüber.
Angst bestimmt derzeit unsere öffentliche Kultur und bedrückt die Menschen. Angst vor Klimawandel und Artenschwund, vor Terror und Krieg, vor Verrohung der politischen Kultur und Verfall der Demokratie, vor Abstieg und Armut – Zukunftsangst. Die Sektion für Sozialwissenschaften will ihr eine Zukunftsvision entgegenstellen – konkrete Ideen und Ansatzpunkte für den notwendigen umfassenden Wandel.
So nahmen wir 2019 die großen Wegmarken ‹100 Jahre Waldorfschule› und ‹100 Jahre Dreigliederung des Sozialen Organismus› zum Anlass, öffentlich über Schritte einer kulturellen, politischen und ökonomischen Neugestaltung zu sprechen. In vielen Ländern, in Zweigräumen und Schulen, auf Plätzen, in Hallen und Konzerthäusern war dabei unser Bestreben, die Dreigliederung im Sinne und in der Sprache unserer Zeit zum Gegenstand öffentlichen Diskurses zu erheben: als Weg, die tieferen Entwicklungskräfte des Sozialen erlebend zu erkennen und aus diesen Kräften heraus im Miteinander eine moderne, menschenwürdige Gesellschaft zu gestalten.
Die Voraussetzungen dafür legten die Forschungs- und Vernetzungsarbeit, Veranstaltungen und Kolloquien der Vorjahre. Diese Arbeit, teils am Goetheanum, teils vor Ort durchgeführt, trägt Früchte. So präsentierten wir während unseres Kongresses in Stuttgart (DE) am Entstehungsort der Dreigliederungsbewegung beim Markt der Möglichkeiten über 100 Initiativen. Aus dem anthroposophischen Sozialimpuls heraus zeigten sie aktuelle und praktikable Wege hin zu einer freien, gerechten und brüderlichen Gesellschaft. Denn: Die Zukunft, die wir wollen, kann nur in uns entstehen und durch uns in die Welt kommen.