Kunsthandwerk
Am 21. September 2019 fand in Mumbai ein Symposium zur Bedeutung von Kunst und Handwerk in der Schule statt. Eingeladen war auch Aban Bana.
Schon seit dem Altertum hat Indien eine lebendige Kultur von Kunst und Handwerk. Allerdings haben sie in konventionellen Schulen in Indien kaum Platz; der Lehrplan konzentriert sich auf Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaft, um die jungen Menschen auf den regulären Arbeitsmarkt vorzubereiten. Kunst und Handwerk gelten als außerschulische Tätigkeiten, die von denen ausgeübt werden, die nicht in der Lage sind, sogenannten akademischen Fächern zu folgen.
In einem Symposium ging es um die Situation des Kunstunterrichts an konventionellen Schulen. Es wurde von renommierten Organisationen wie Avid Learning, Federation of Indian Chambers of Commerce and Industry (FICCI), Art1st (Art First) und dem Mumbai Chapter of Art Education Roundtables (AER) veranstaltet.
Da ich als Landesvertreterin der Anthroposophischen Gesellschaft in Indien und als aktives Mitglied der Waldorfbewegung in Indien tätig bin, wurde ich als eine von neun Referent/inn/en eingeladen.
Mein Thema war die Bedeutung der Kunst in der Waldorfpädagogik. Die Kunst, die die Herzkräfte stärkt, macht den Menschen zu einem fürsorglichen und verantwortungsbewussten Weltbürger. Ich gab Beispiele dafür, wie Kunst zum Kern aller Fächer gehört und in den Lehrplan integriert ist. Dabei wird der dreigliedrige Mensch, repräsentiert durch Kopf, Herz und Gliedmaßen, mit einbezogen.
Meinen Vortrag und die Podiumsdiskussion schloss ich mit dem Gedicht ‹The Waldorf Impulse›, das ich für ‹100 Jahre Waldorf› geschrieben habe.
Aus dem Englischen von Sebastian Jüngel.
Web: www.anthroposophicalsocietyindia.org