Living Farms

Living Farms

18 Februar 2020 Sebastian Jüngel 26 mal gesehen

Das Forschungsprojekt ‹Living Farms› dokumentiert die Arbeit von biodynamischen Orten weltweit. Zuletzt war das Projektteam in Kenia.


Mit ‹Living Farms› erschließt das Team der Sektion für Landwirtschaft bis Februar 2022 die Erfahrungen von bis zu 20 biodynamischen Höfen. Die Ergebnisse werden vor allem in Kurzvideos dargestellt. Zwei Pilotfilme zeigen bereits die Arbeit der Goetheanum-Gärtnerei und der Hofgemeinschaft Heggelbach (DE). Zuletzt war Projektleiterin Lin Bautze mit Benno Otter von der Goetheanum-Gärtnerei in Kenia.

Mit Limbua haben sich 5000 Bio-Kleinbauern zusammengeschlossen. Sie liefern qualitativ hochwertige Macadamianüsse nach Deutschland und produzieren gleichzeitig auf je weniger als einem Hektar Land für ihre Selbstversorgung. Einige der Kleinbauern setzen neu biodynamische Präparate ein. Sie experimentieren, diese lokal anzupassen, da es in Kenia beispielsweise keine Eichen gibt.

Die Waldorfschule Mbagathi besuchen rund 350 Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 9. Klasse. Die Schule nutzt den Schulgarten und landwirtschaftliche Flächen für Unterricht und das eigene Schulessen. Dank der Kühe verfügt die Schule über eigene Milch. An der Schule finden regemäßig biodynamische Schulungen mit Teilnehmenden aus ganz Afrika statt.

Beide Initiativen arbeiten nach dem Agroforstsystem, das heißt, sie kombinieren Bäume wie Macadamia, Avocado, Papaya, Mango mit Gemüse und Mais. Das erhöht die Biodiversität, Kohlendioxid wird von den Bäumen gebunden; dank Schatten trocknet der Boden nicht so schnell aus.

Als Nächstes besucht das Projektteam Orte in Australien und Neuseeland, dann geht es weiter in Europa. Auch während der Landwirtschaftlichen Tagung wurden Erfahrungen aufgezeichnet.


Web www.livingfarms.net