‹Living farms› in Kenia
Die Rudolf-Steiner-Schule in Mbagathi (KE) verbindet auf ihrem biodynamischen Schul-Hof Bildung und Grundversorgung ihrer Schülerinnen und Schüler.
350 Kinder besuchen die Steiner-Schule in Mbagathi. In der elfminütigen Dokumentation im Rahmen von ‹Living Farms› von Lin Bautze (Projektleitung) und Philipp Wilson (Kamera) liegt der Schwerpunkt auf der landwirtschaftlichen Ausrichtung der Schule. So sind auch Nahrungspflanzen Thema des Unterrichts, etwa die, die es zum Frühstück zu essen gab. Aus gutem Grund: Die Schule besuchen auch Kinder, die zunächst unterernährt sind und aus armen Verhältnissen kommen.
Mit einem kleinen Gemüsegarten hat die Schule 1989 ihre Arbeit begonnen. Heute verfügt sie über eine Anlage mit Obstbäumen und Kulturen wie Kohl, Spinat und Karotten. Francis Kilonzo, verantwortlich für Hof und Garten, weist auf die Besonderheit des Bodens hin: «Schwarzerde ist sehr schwer zu kultivieren: Während der Regenzeit hält sie sehr viel Wasser zurück – wenn es nicht mehr regnet, trocknet sie sehr schnell aus. Das macht es für die Pflanzen schwer, zu überleben.» Um die Grundstruktur des Bodens zu verbessern, werden ihm rote Erde, Kompost sowie Dung der eigenen Kühe, Unkraut vom Gartenbau, Essensreste aus der Küche sowie die fünf biodynamischen Kompostpräparate beigemischt.
Durch den Schulgarten lernen die Kinder, wie die Lebensmittel produziert werden – mit nachhaltiger Wirkung: Der eine oder die andere ergriff nach der Schule den bäuerlichen Beruf. «Sie wissen wirklich, wie wichtig der Boden ist», sagt Gartenbaulehrerin Rose M. Ingala. Praktischerweise wird in den Schulferien der Betrieb für die Ausbildung in biodynamischer Landwirtschaft und Waldorfpädagogik für Teilnehmende aus ganz Afrika genutzt.
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