‹Vertrauen schaffen›

‹Vertrauen schaffen›

23 März 2021 Sebastian Jüngel 23 mal gesehen

Eine Videoreihe der Pädagogischen Sektion am Goetheanum gibt Anregungen, wie Kinder auch in Zeiten der Pandemie gefördert werden können.


Gerade das, was in der Erziehung wichtig ist – eine lebendige Beziehung zwischen allen Beteiligten, Spontaneität, Optimismus, Kreativität, Gemeinschaftsbildung –, wird durch Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie erschwert. «Aus Stress und Ermüdung entstandene Meinungsverschiedenheiten führen öfter als sonst zu Streit. Eltern sind durch eingeschränkten Schulbetrieb und fehlende Freizeitangebote für die Kinder überlastet», beobachtet Philipp Reubke von der Leitung der Pädagogischen Sektion am Goetheanum.

«Diese Umstände rufen uns dazu auf, Ressourcen zu verstärken oder zu entdecken», so der Erzieher weiter. Als Beispiel erzählt er von der Konfrontation mit einer schmalen Brücke ohne Geländer während einer Wanderung. Statt in Angst zu erstarren, sang er mit den Kindern ein Lied, das zum Gänsemarsch einlädt. Derart gestärkt, konnten sie die Brücke sicher überwinden. Das zeigt: Wer den eigenen Kräften und den Fähigkeiten anderer vertraut, kommt auch mit schwierigen Situationen zurecht.

Leitungskollege Claus-Peter Röh entwickelt drei pädagogische Impulse: ein Sich-Hinwenden an die Persönlichkeit der Schüler/innen, ein Sich-Besinnen auf die eigene Intention und das Ins-Bewusstsein-Nehmen des nun entstehenden Gemeinsamen. Co-Sektionsleiter Florian Osswald hat die Erfahrung gemacht, dass sich im Vertrauen auf ihre kreative Nachbereitung im Schlaf schwierige Situationen in Ideen für Neues verwandeln lassen. Mit Blick auf die Kinder regt Leitungskollegin Constanza Kaliks an, Situationen zu schaffen, in denen sie sich als gesehen und gewollt erleben.


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